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Marco Böhme

Die Linke 10.02.2022 Sitzungen 7/45

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Zunächst zum Einstieg noch einmal die Erklärung, was E-Fuels eigentlich sind: Kraftstoffe, die in konventionellen Verbrennungsmotoren eingesetzt werden können, aber statt aus Erdöl aus künstlichen Alternativen bestehen. Das ist wirklich eine gute Sache von der Idee her. Wir kommen damit weg vom Öl, können unabhängiger vom Ausland sein, und es werden erheblich weniger Mengen CO erzeugt, wenn wir das Zeug im Motor verbrennen. Das ist von der Idee her grundsätzlich eine gute Sache. Die Frage ist nur: Woher kommen denn die künstlichen Alternativen? Da gibt es drei Möglichkeiten. Beginnen wir bei den Pflanzen, wie Rapsöl oder Palmöl. Wir hatten heute Morgen die Debatte über Böden und Lebensmittel und dass das kritisch zu sehen ist, weil wir zu viel Energiepflanzen anbauen. (Andreas Nowak, CDU: Das ist Biosprit und nicht E-Fuels!) – Aber daraus kann man auch E-Fuels herstellen, synthetische Kraftstoffe, Herr Nowak. Und Palmöl ist ein Thema, von dem alle wissen, dass es ein Problem ist. Die zweite Möglichkeit wäre, E-Fuels aus Erdgas herzustellen. Da haben wir gerade auch ein aktuelles Problem, weil davon nicht genügend von uns selbst produziert werden kann, sodass wir auf das Ausland angewiesen sind. Die dritte Möglichkeit wäre, E-Fuels aus Wasserstoff herzustellen, was zusammen mit CO aus der Luft dann synthetische Kraftstoffe erzeugt. Das ist aber nur gut, wenn dieser Wasserstoff auch mit erneuerbaren Energien hergestellt wird. Anderenfalls könnte man weiterhin Öl verbrennen, wenn man wie bisher Kohlekraft nutzt. Dann hat man klimamäßig nichts gewonnen. Da ist nun das Problem: Wenn ich grünen Wasserstoff herstellen will, dann brauche ich auch grüne Energien, also erneuerbare Energien. Und die blockieren Sie, Herr Nowak, von der CDU in Sachsen ganz massiv. (Beifall bei den LINKEN –

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