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Daniela Kuge

CDU 10.02.2022 Sitzungen 7/45

Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass momentan am Sächsischen Krankhausgesetz, unter anderem im Nachgang zur Zukunftswerkstatt, gearbeitet wird. Seitens des Ministeriums wurde uns, dem Ausschuss, am 04.02. mitgeteilt, dass am 23. März eine Veranstaltung zur Werkstatt-Nachlese durchgeführt wird. Ich möchte einerseits keinen Vorgriff auf den Gesetzesentwurf des Sächsischen Krankenhausgesetzes, den wir noch nicht im Ausschuss behandelt haben – andererseits halte ich einen Haushaltsvorgriff durch diesen Antrag für unangemessen. Unsere Gesellschaft braucht ein sicheres, modernes und leistungsfähiges Gesundheitssystem. Das hat uns die Pandemie noch einmal deutlich gemacht. Natürlich behandelt die von der SPD angestrebte Debatte einen Bereich, den wir vorantreiben müssen. Wir brauchen ein Gesundheitssystem, das auf die gesundheitlichen Probleme der Menschen individuell eingehen kann und innovative Lösungsansätze bietet. Dabei darf allerdings nicht aus den Augen verloren werden, dass der Gesundheitssektor auch ein Wirtschaftszweig ist. Umfassende, individualisierte, zielführende Gesundheitsversorgung benötigt ökonomische Stärke. Lassen Sie uns deshalb kurz auf den Gesundheitssektor der Zukunft blicken: Der Fachkräftemangel in der Pflege spitzt sich immer weiter zu. Durch digitale Lösungen können wir aus den Krankenhäusern Smart Hospitals machen. Durch Internetmedizin, Online-Beratung, E-Arztbesuche oder elektronische Patientenakten können wir effektiver werden und dabei trotzdem den Menschen im Mittelpunkt sehen. Nachbarstaaten wie Estland machen uns dies eindrucksvoll vor – und das schon seit Jahren. Das Fachwissen unserer Medizinerinnen und Mediziner kann durch digitale Lösungen unterstützt werden: Prof. Dr. Stefanie Speidel, Professorin am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden, arbeitet beispielsweise an dem sogenannten Navigationssystem für OPs. Dabei soll anhand von digitalen, mehrdimensionalen Darstellungen des Inneren des Menschen die Verortung, bzw. die Auffindung von Tumoren für die Chirurgen besser sichtbar gemacht werden. In Kürze beginnt hier ein Pilotprojekt. Doch nicht nur im Krankenhaus, sondern auch in der Pflege sind digitale Unterstützungsangebote denkbar und zukunftsfähig. Die Experten sehen KI, also künstliche Intelligenz, als Pflegeunterstützung denkbar, sei es für die Unterstützung von pflegenden Angehörigen oder im direkten Kontakt mit Gepflegten. Es kann Bereiche des Pflegesektors abdecken und unterstützen. Gerade die Digitalisierung bietet im Bürokratieabbau eine zukunftsfähige Chance. Die Menschen müssen im Gesundheitssektor eine große Rolle spielen. Wir dürfen allerdings die Zukunftsfähigkeit der Branche und die wirtschaftliche Bedeutung nicht aus dem Blick verlieren. Eine weitere Debatte möchte ich führen, wenn auch wir hier im Hohen Hause den Entwurf des Krankhausgesetzes und den Haushaltsentwurf vorliegen haben. Vielen Dank. (Beifall bei der CDU)

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