Dirk Panter
Wenn Ihnen nichts mehr einfällt, dann verlassen Sie das Rednerpult!) Sie haben jetzt gerade gelobt, dass die Eltern ihre Kinder impfen lassen. Warum machen die Eltern denn das? Weil Sie seit zwei Jahren eine riesengroße Panik schüren und die Eltern Angst haben und sagen: Jetzt müssen wir auch noch die Kinder impfen lassen. Sie rufen hier zu einer Kinderimpfwoche auf, obwohl nur die Kinder mit Vorerkrankungen geimpft werden sollten. Wenn man sich das anschaut, dann stellt man fest, dass die Infektionssterblichkeit bei den kleinen Kindern von fünf bis elf Jahren bei 0,001 % liegt. (Zuruf der Abg. Luise Neuhaus-Wartenberg, DIE LINKE) Diese Altersgruppe ist nahezu nicht von Corona betroffen. Ich schaue mir gleich noch andere Zahlen an, die wir endlich einmal mitbetrachten müssen. Sie reduzieren die Kinder seit zwei Jahren nur auf Corona-Infektionen. Das ist der riesengroße Fehler, meine Damen und Herren. (Beifall bei der AfD) Sie sprechen ja mit Experten, und ich verfolge so einiges. Es gab die Fachkonferenz „Was Kinder brauchen“. Dort war unter anderem Prof. Berner dabei. Er sprach Ende November bei der Fachkonferenz davon: „Schutz von Kindern ist nicht ausschließlich der Schutz vor Infektionen.“ Kinder müssen auch gewisse Infektionen durchmachen. Selbstverständlich gibt es bei den Kindern schwere Covid19-Verläufe, aber wir müssen jetzt damit beginnen, das endlich in Relation zu setzen. Seit Anfang letzten Jahres sind 200 Kinder im Kontext mit Corona in sächsische Kliniken gekommen. Davon sind 5 % auf ITS behandelt worden. Das will niemand schönreden, und ich möchte das keinem Kind zumuten und sagen, dass das passieren muss. Aber wir haben in den vergangenen zwei Jahren verlernt, Dinge mit Augenmaß zu betrachten; denn nur 25 % der Kinder, die ins Krankenhaus gekommen sind, wurden coronaspezifisch behandelt. Das zeigt auch die Auswertung der Survey-Seite, die Prof. Berner betreibt. Da müssen Sie nur hinschauen. Für gesunde Kinder ist Corona eben nicht das Problem. Auch Prof. Dötsch von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin sagte am 16.12.: Von der Auswertung der südafrikanischen Daten wissen wir, dass sich die Annahme, dass Omikron bei Kindern und Jugendlichen deutlich schwerer verläuft, nicht bestätigt. Deshalb müssen wir jetzt den Druck aus dem Kessel lassen. Sie haben heute schon wieder gesagt, es komme eine Wand auf uns zu. Dann schauen wir doch einmal in die Fachzeitschriften hinein, zum Beispiel in „Nature“, kein „populärwissenschaftliches“ Blatt. Die Hospitalisierungsrate in Südafrika ist durch Omikron sogar nach unten gegangen. England und Dänemark zeigen keine Unterschiede in der Hospitalisierungsrate, obwohl die Übertragungsgeschwindigkeit natürlich höher ist. Wir müssen endlich aufhören, diese Panik zu schüren. (Beifall bei der AfD) Noch einmal: Wir müssen uns endlich der Nebeneffekte annehmen. Wenn in einer Woche im Oktober dieses Jahres mehr Kinder wegen des RSV-Virus mit schweren Verläufen in Kliniken in Sachsen kommen, wenn mehr Kinder hereinkommen als in 20 Monaten Corona, dann läuft hier etwas schief, dann müssen die Kinder nämlich die Zeche für Ihre irrsinnige Politik zahlen. Beenden Sie das und lassen Sie bei allen Diskussionen, die jetzt folgen, die Schulen offen! Lassen Sie die Kinder einfach Kinder sein! Vielen Dank. (Beifall bei der AfD) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Meine Damen und Herren, die Redezeiten sind fast abgelaufen. Die Fraktion DIE LINKE kann gern noch sprechen. Frau NeuhausWartenberg, bitte.
