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Marco Böhme

Die Linke 19.11.2021 Sitzungen 7/39

Nein, Frau Präsidentin, ich würde gleich einen Redebeitrag daraus machen. Aber von hier aus geht es schneller und dauert nicht so lange. Herr Prantl, Sie haben vorhin von „vernunftgesteuert“ gesprochen. Genau so, wie Sie das sagen, sind Sie und Ihre Fraktion eben nicht. Wenn ausgerechnet Sie Verschwörungsideologien aufklären wollen, wird einem regelrecht schlecht. Das möchte ich hier einmal klarstellen. Zum Inhalt: Wir finden in Sachsen derzeit gerade einmal auf 0,2 % bis höchstens 0,3 % der Landesfläche Windenergieanlagen. Nötig sind 2 %, um die Energiewende wirklich voranzubringen und Arbeitsplätze zu sichern. Die Industrie auch im Windenergiebereich wandert wieder ab, weil hier der Ausbau eben nicht stattfindet, sondern weil wir einen Rückbau erleben. Auch die Wertschöpfung vor Ort findet nicht mehr statt, weil keine Anlagen mehr hinzukommen. Zum Thema Infraschall: Ja, den gibt es. Ja, es gibt ihn auch von verschiedenen Quellen. Wenn Sie zum Beispiel auf der Autobahn das Fenster aufmachen, hören Sie ihn ganz deutlich, das Wummern. Genauso würden Sie den Infraschall mit ganz viel Glück vielleicht mitbekommen, wenn Sie wirklich unter einem riesigen Windrad stehen würden, das vielleicht 20 Jahre alt ist. Dann haben Sie, wenn Sie viel Glück haben, die Möglichkeit, diesen Infraschall wirklich mitzubekommen. Aber so, wie kein Mensch mit offenem Fenster auf der Autobahn fährt, wohnt auch kein Mensch direkt an der Windenergieanlage. Deswegen ist dieser Infraschall, selbst wenn er gefährlich wäre, wenn wir Ihre Studien einmal heranziehen, einfach nicht spürbar und würde nicht an den Körper herankommen. Keiner wohnt so direkt an einer Windenergieanlage, dass diese körperliche Beeinträchtigungen verursachen könnte. Genau darum geht es. Deswegen ist Ihr Antrag völliger Quatsch. (Beifall bei den LINKEN und des Abg. Volkmar Winkler, SPD) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Herr Prantl, ich will Sie nur darauf aufmerksam machen – weil es hier ein Missverständnis gab –: Das war ein ganz normaler Redebeitrag von Marco Böhme, keine Kurzintervention. Sie haben aber natürlich noch Redezeit, also könnten Sie jetzt trotzdem noch sprechen. Ich will Ihnen nur sagen, dass dies keine Reaktion auf eine Kurzintervention wäre, denn das war ein normaler Redebeitrag. – Richtig, Herr Böhme? (Zustimmung des Abg. Marco Böhme, DIE LINKE –

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