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Jörg Dornau

AfD 18.11.2021 Sitzungen 7/38

Nein. „Die Zudringlichkeit des Burschen ist auch niggerhaft.“ Er schonte auch seinen halbkubanischen Schwiegersohn Paul Lafargue nicht und bezeichnete ihn – ich zitiere – als „Negrillo und Abkömmling eines Gorillas“. (Sören Voigt, CDU: Wer schreibt Ihnen denn so etwas auf?) Ebenso schlimm ist es, dass diese diffuse Ideologie von Menschen in der Praxis umgesetzt wurde, wovon nach Schätzungen des französischen Historikers Courtois 100 Millionen Opfer zeugten. In seinem Werk „Das Kapital“ hielt Marx fest, was sein politisches Credo war – ich zitiere –: „Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht.“ Massenexekutionen, Deportationen, Liquidierungen und Vernichtung von Menschen diverser Provenienz, die als Gegner eingestuft wurden, zeugen von der blutigen Herrschaft marxistischer Diktatoren von Stalin bis Ulbricht, von Pol Pot bis Mao tse-Tung, von Kim Il Sung bis Josef Tito. Meine Damen und Herren des Sächsischen Landtags! Günter Schabowski, Chefredakteur des „Neuen Deutschland“ und ideologischer Hochinquisitor der SED, studierte nach eigener Auskunft nach der Wende Bücher aus den Giftschränken des freien Geistes und war bestürzt, was er als Parteiknecht propagierte. Marx selbst wollte – und das betonte er – nicht immer selbst ein Marxist sein. Warum wollen Sie päpstlicher sein als der Papst und ihm eine Apotheose zubilligen, die einem Menschenhasser und -verachter, politischen Antisemiten, Gewaltverherrlicher und geistigen Brandstifter einfach nicht zustehen darf? Lassen wir diese Ideologie mit ihrer Symbolfigur dort, wo sie hingehört. Die postkommunistischen Länder überantworteten ihn nach ihrer Erfahrung auf den Misthaufen der Geschichte. (Zurufe von den LINKEN und der SPD) Vielen Dank. (Beifall bei der AfD) Dritte Vizepräsidentin Luise Neuhaus-Wartenberg: Das war Herr Dornau für die AfD-Fraktion. Ich sehe jetzt an Mikrofon 1 Frank Richter von der SPD-Fraktion, vermutlich mit einer Kurzintervention. Bitte schön.

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