Dr. Daniel Gerber
Sehr geehrter Herr Präsident! Herr Wendt, wir bauen die Rechenzentren dahin, wo die Breitband-Infrastruktur verfügbar ist. Das kann man nicht einfach irgendwohin setzen, wo man das gern möchte. Ich habe in der ersten Rederunde von einigen Problemen gesprochen, zu denen ich jetzt gern noch eine Lösung anzeigen möchte. Mit solchen Problemen soll sich dann in Zukunft hier in Sachsen der Beirat für digitale Ethik beschäftigen. Dieser soll künftig die gesellschaftlichen Aspekte von KI intensiv begleiten und regelmäßig Handlungsempfehlungen an uns abgeben – etwa, wie sich der Einsatz von KI auf den sächsischen Arbeitsmarkt auswirkt. Aktuell entstehen zwar viele neue Jobs durch Forschung, Entwicklung und den Einsatz von KI, aber diese sind in einem ganz speziellen Bereich. Besonders in einfachen Segmenten fallen Jobs weg. Durch KI-gestützte Automatisierung werden sehr viele Jobs durch Maschinen ersetzt. Denken wir zum Beispiel an den Beginn meiner Rede; mit besserer Übersetzungssoftware ist der Job der Übersetzerin oder eines Dolmetschers stark gefährdet. Unter anderem soll dieser Beirat auf solche Fragestellung Antworten finden, damit wir uns in Sachsen als starke Stimme im Bereich der KI-Ethik positionieren. Lassen Sie uns das Potenzial von künstlicher Intelligenz nutzen und zugleich dafür sorgen, dass Menschenrechte und Demokratie respektiert werden. Lassen Sie uns Sachsen nicht nur zum führenden Standort für künstliche Intelligenz machen, sondern sorgen wir gemeinsam dafür, dass KI „Made in Saxony“ zum Synonym für Vertrauen und Nachhaltigkeit wird. Vielen Dank. (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN)
