Volkmar Winkler
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich habe mit meinen Ausführungen vorhin versucht, auf die Komplexität und die Konflikthaftigkeit des Themas Waldumbau einzugehen, und möchte dort anknüpfen. Ich war bei der Anhörung im Landtag zur Stilllegung von Wäldern und habe von den Ausführungen der Sachverständigen berichtet. Einige Sachverständige schlugen vor, ungenutzte Wälder nicht großräumig einzurichten, sondern kleinräumig in sogenannten Trittsteinen. Trittsteine sind mittlerweile zum Fachwort geworden. Darüber sollten wir uns auch in Sachsen Gedanken machen. Um noch einmal die besonderen Herausforderungen beim Waldumbau, der Ausrichtung der Forstwirtschaft in der Zukunft und der bedarfsgerechten Versorgung der Bevölkerung mit einheimischem Rohholz deutlich zu machen, möchte ich Prof. Dr. Ibisch zitieren, der im Bundesumweltausschuss Folgendes gesagt hat: „Ich gebe zu, dass die derzeitige Situation beunruhigend und verstörend ist, auch für Wissenschaftler. Wir können nicht wirklich projektieren, wie das Klima selbst in wenigen Jahren ausfällt. Dieser Klimawandel ist nicht ein graduelles Geschehen, in dem es gemütlich wärmer wird, sondern wir bekommen eine zunehmende Fluktuation, Extremwetterereignisse und Volatilität.“ Welche Konsequenzen ergeben sich und was ist zu tun? Er führte aus: „Ich würde sagen, Vorsicht und Vorsorgeprinzip. Das heißt, nicht leichtfertig etwas aus dem Wald herausnehmen, was wir nicht so schnell wieder zurückbekommen. Das ist zu viel Holz und Totholz. Und ich würde sagen, nicht leichtfertig etwas in den Wald bringen, was wir nicht schnell auch wieder herausbekommen. Das sind gegebenenfalls nicht heimische Bäume, aber auch Pestizide.“ Danke schön. (Beifall bei der SPD und der Staatsregierung) Zweiter Vizepräsident André Wendt: Kollege Winkler sprach für die SPD-Fraktion. Wird eine dritte Rederunde gewünscht? – Kollege Zschocke, bitte schön.
