Marco Böhme
Danke schön. – Herr Dr. Gerber, ist Ihnen die Aussage in der Anhörung von verschiedenen Sachverständigen bewusst, dass unsere Fraktion vor allem sehr ambitionierte Ziele bis zum Jahr 2030 – und das ist die nähere Zukunft anstatt 2050 – in den Gesetzentwurf geschrieben hat? Es geht um eine Reduktion von 70 %. Das ist sogar noch höher als in vergleichbaren Klimaschutzgesetzen, die wir auf Bundesebene oder auf Landesebene haben. Für die entferntere Zukunft haben wir uns Ziele ausgesucht, bei denen es um etwas mehr Flexibilität geht. Das ist richtig. Das haben wir deswegen so gemacht – darum geht es jetzt –, weil jetzt schnell gehandelt werden muss, damit die künftigen Generationen eben nicht belastet werden. Ist Ihnen das bewusst? Dass wir uns an dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Novellierung des Klimaschutzgesetzes orientiert haben, liegt auch daran, dass wir Ihnen als Koalition natürlich auch die Möglichkeit geben wollen, uns zuzustimmen. (Sebastian Wippel, AfD: Was ist denn das für eine Frage!) Wenn Sie jetzt sagen, das sei Ihnen nicht ambitioniert genug, dann können Sie aus meiner Sicht erst recht zustimmen.
