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Dr. Daniel Gerber

GRÜNE 21.07.2021 Sitzungen 7/34

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! In meiner ersten Runde habe ich auf die wirtschaftlichen Auswirkungen hingewiesen, was passiert, wenn wir uns nicht um den Klimaschutz kümmern. In dem zweiten Teil möchte ich gern noch einmal darauf eingehen, welche Kosten auf uns zukommen, wenn wir nicht handeln. Schauen wir doch einmal zurück auf die ersten beiden Jahrhundertfluten dieses Jahrhunderts. Die Kosten für die Flut 2002 in Deutschland waren laut Deutsche Rück auf 11,6 Milliarden Euro beziffert. Die Kosten für die Flut im Jahr 2013 beliefen sich – zumindest für den deutschen Steuerzahler – auf 6,7 Milliarden Euro. Für die Menschenleben, die zu betrauern sind, kann man keine Kosten bemessen, und die Kosten für die aktuelle Katastrophe sind sicherlich in denselben Dimensionen anzusiedeln. Ich gehe davon aus – das sollte aber allen klar sein –, dass sich solche extremen Schäden, die in Zukunft mit steigender Wahrscheinlichkeit eintreten werden, kein Staat auf Dauer leisten kann. Ich denke dabei zum Beispiel an unseren Sachsenforst. Herr Minister Günther hat bereits berichtet, dass der Borkenkäfer schon wieder mit derselben Intensität wie im letzten Jahr wütet und dadurch wieder erhebliche Schäden auf uns zukommen. Ich möchte noch einmal einen Vergleich bemühen, der mir hier sehr treffend erscheint: Von konservativer Seite wird beim Klimaschutz häufig das Argument angebracht – vor allem, wenn es um das Aufnehmen von Schulden geht, Volkmar Winkler hat es auch schon angesprochen –: Wenn es um die künftigen finanziellen Belastungen für die kommenden Generationen geht, dann wird immer die schwarze Null ins Spiel gebracht. Ohne auf die Sinnhaftigkeit dieses Instruments eingehen zu wollen, drängt sich für mich hier aber eindeutig die Parallele zum CO -Ausstoß auf; denn plötzlich scheint es okay zu sein, eine Hypothek für die künftigen Generationen aufzunehmen. Ich halte das weder für fair noch für gerecht. Daher ist für mich und meine Fraktion der Ausbau der erneuerbaren Energien der beste Klimaschutz und auch Wirtschaftsschutz. Vielen Dank. (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN und des Staatsministers Wolfram Günther) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Ich frage jetzt noch einmal, ob es Redebedarf gibt. – Herr Winkler, bitte. (Jörg Urban, AfD: Die Reihenfolge ist ein bisschen durcheinandergekommen!) – Ich rufe Sie danach auf.

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