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Anna Gorskih

Die Linke 24.06.2021 Sitzungen 7/33

Vielen Dank. Sehr geehrte Frau Präsidentin! Ich danke auch meinen Vorredner(inne)n für die meist sehr konstruktiven Redebeiträge. Wir haben es auch gehört: Studierende leiden natürlich unter der Pandemie und sowohl Studierende als auch Lernende sehnen sich wieder nach persönlicher Begegnung, nach Präsenzveranstaltungen, nach Austausch an Hochschulen. Deswegen kann man der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften nur recht geben: Es gilt wirklich zu verhindern, dass wir in ein viertes, rein digitales Semester hineinrutschen. Ich muss es auch an dieser Stelle sagen: In meinen Augen ist das Vorgehen der Staatsregierung tatsächlich ganz häufig zu abwartend und zu zögerlich gewesen. Ich danke deswegen Herrn Mann ausdrücklich für die klaren Worte, dass sich Hochschulleitungen und das Wissenschaftsministerium teilweise viel zu oft hinter der Vokabel „Hochschulautonomie“ versteckt haben. Von Beginn der Pandemie an habe ich es tatsächlich ähnlich erlebt, dass Entscheidungen auf die Hochschulen abgeschoben wurden und sich mit dem Verweis auf die Hochschulautonomieebenen „ein schlanker Fuß“ gemacht wurde. In meinen Gesprächen mit Studierenden und Hochschulangehörigen habe ich es in den letzten anderthalb Jahren immer wieder gehört, dass sich beherzteres, entschiedeneres Handeln seitens des Ministeriums gewünscht wird oder aber zumindest Empfehlungen, die den Hochschulen als Orientierung dienen könnten. Das wollen wir auch mit dieser Strategie quasi als Angebot zur Verfügung stellen. Es gibt ja viele gute Beispiele an sächsischen Hochschulen – die Hochschule Zwickau wurde bereits genannt oder die TU Chemnitz oder zum Beispiel auch die Hochschule Mittweida mit weiterer Tandemstrategie, was Tests und Impfungen angeht. All diese guten Beispiele, von denen es sehr viele in Sachsen gibt, könnte man zusammentragen und so gemeinsam auf der Suche nach den besten Wegen und Lösungen in eine Strategie einbauen, und genau das ist das Ansinnen unseres Antrags. Herr Fritzsche, Sie haben gesagt, die Lage ist sehr dynamisch und darauf muss man vorbereitet sein. Ja, genau, etwas anderes wollen wir ja auch nicht mit diesem Antrag, genau das schlagen wir vor. Sie haben auch gesagt, man müsse auf jedes Szenario der Pandemie vorbereitet sein. Ja, deswegen fordern wir ja auch so ein gemeinsames Vorgehen und eine hochschulpolitische Corona-Strategie. Also stimmen Sie uns quasi indirekt zu mit unserem Anliegen. Ich finde, der Minister und das Ministerium könnte mit Blick auf das kommende Semester hier eine wirklich führende, moderierende, zusammenführende Rolle übernehmen und eben nicht einzelne Gespräche mit einzelnen Strukturen hinter verschlossenen Türen führen, sondern alle Beteiligten an einen Tisch zusammenholen, um diesen breiten Austausch und diese breite Beteiligung zu ermöglichen, damit man gemeinsam diese Wege heraus aus der Pandemie findet und auch voneinander lernen kann und die Hochschulen dann immer noch – jede für sich – entscheiden können, welcher Weg, welche Erfahrungen der anderen Hochschule für sie vielleicht am tragbarsten und am besten sind. Das wollten wir an dieser Stelle gern noch einmal betonen und bekräftigen und ich bitte trotzdem um Zustimmung zu unserem Antrag. Vielen Dank. (Beifall bei den LINKEN) Tagesordnungspunkt Fragestunde Drucksache Die Fragen aus der Drucksache 7/6775 wurden bereits schriftlich beantwortet und ich kann damit den Tagesordnungspunkt 9 zügig beenden. Schriftliche

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