Dr. Claudia Maicher
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Nur kurz zum Vorredner: Es ist schon bezeichnend, dass Sie die Debatte über die Probleme der Studierenden an den Hochschulen nutzen und sagen, sie sollten sich mal nicht so haben; anderen gehe es schlechter. (Holger Mann, SPD: Genau!) Das ist wirklich erschreckend, weil gerade Studierende von der Corona-Pandemie mit am härtesten betroffen sind und vor allem – das kommt dazu – in den letzten anderthalb Jahren am wenigsten in der Öffentlichkeit standen und mit ihren Sorgen präsent waren. (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN, den LINKEN und der SPD) Seit mehr als drei Semestern können sie ihre Hochschulen nicht mehr zum Studium betreten, nicht mehr gemeinsam lernen, neue Kommiliton(inn)en kennenlernen, Auslandsaufenthalte planen, Ideen weiterentwickeln oder auch einfach mal zusammen feiern. All das, was zum Studium, zum Über-den-Tellerrand-Schauen dazugehört und was einige von uns ganz selbstverständlich auch getan haben, ist für sie angehalten und auf digital umgestellt. Dazu kommt, dass viele in finanzielle Not geraten sind, weil viele klassische Studentenjobs durch die Corona-Pandemie weggefallen sind. Die Überbrückungshilfen des Bundes kamen viel zu spät, waren unzureichend und gingen an vielen Studierenden komplett vorbei. (Anna Gorskih, DIE LINKE: Genau!) Ich hatte manchmal den Eindruck, dass Bundesbildungsministerin Karliczek die Überbrückungshilfe so konzipiert hat, dass damit möglichst wenige Studierende unterstützt werden. Diese Ignoranz gegenüber jungen Menschen ist ein großes Versäumnis dieser Bundesregierung. (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN –
