André Barth
Herr Richter, ich will Ihnen darauf eine sachliche Antwort geben. Bei Gründung der CDU in der Deutschen Demokratischen Republik gab es sehr viele Landesvorsitzende, darunter auch einen sächsischen Landesvorsitzenden, der mit dem sozialistischen Kurs der SED nichts anfangen konnte. Es gab dann eine Exil-CDU, die von der Bundesrepublik Deutschland als eigener Landesverband anerkannt worden ist und die 1950 das erste Mal im westlichen Teil von Berlin eingeladen hat. Von den 120 Teilnehmern an dieser Konferenz waren 100 CDUMitglieder, die bereits zu dieser Zeit aus dem Osten emigriert waren. Das heißt, in der Gründungsphase hatte die CDU ein christliches Menschenbild. Die CDU hat auch in einer einzigen Abstimmung in der Volkskammer den Mut gehabt, mit acht Stimmen gegen das damals in der DDR beschlossene Gesetz zur Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs zu votieren. Das war der einzige Fall, bei dem CDU-Abgeordnete aus der Nationalen Front ausgebrochen sind und mit acht Stimmen dagegen ihre Meinung bekundet haben. Das ist das, was ich zur Ost-CDU sagen kann. (Sabine Friedel, SPD: Antworten Sie doch auf die Frage! –
