Frank Richter
Sehr geehrte Kollegin! In den meisten Punkten bin ich bei Ihnen. Gleichwohl möchte ich Sie fragen, ob wir nicht einen Perspektivwechsel vornehmen und davon sprechen sollten, dass Kindern und Jugendlichen vor allem Lebens-, Schul- oder Lernzeit verloren gegangen wäre – dies vielleicht auch –, sondern dass wir den Perspektivwechsel hinbekommen müssen auch in dem, wie wir darüber sprechen: dass sie eine Erfahrung gewonnen haben, die Ihnen möglicherweise für ihr ganzes Leben – wenn sie denn reflektiert wird; Erkenntnis ist reflektierte Erfahrung – ein großer Gewinn ist im Sinne von Resilienz und Durchhaltevermögen für die Krisen, die noch kommen werden. Das wäre ein Perspektivwechsel, meine ich, der auch in unseren Diskussionen – so meine Frage an Sie – nötig wäre.
