Frank Schaufel
Jetzt war ich schneller. Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kollegen! Seit zwei Jahren liegt der Ergebnisbericht der sächsischen Hebammenstudie vor. Das damalige Ergebnis war eindeutig. Drei von vier Hebammen arbeiten über ihrem Limit. Fast die Hälfte der Hebammen denkt immer öfter über einen Berufsausstieg nach. 40 % der Kliniken haben offene Hebammenstellen. Als Grund werden häufig schlechte Arbeitsbedingungen, hohe Belastungen, wenig Einkommen und zu hohe Bürokratie sowie steigende Berufshaftpflichtversicherungsprämien genannt. Sie wissen also seit zwei Jahren, dass wir eine massive Fachkräfte- und Versorgungslücke im Hebammenberuf haben. Es muss einiges getan werden, um eine Trendwende zu erreichen. Zum einen müssen sich die Arbeitsbedingungen verbessern. Wir müssen auch zusehen, dass die sächsischen Hebammen dauerhaft in Sachsen an der geburtshilflichen Versorgung teilnehmen. Hierzu gibt es bereits eine Förderung bei Wiederaufnahme der Hebammentätigkeit in Höhe von 5 000 Euro, wenn sich die Hebammen zur entsprechenden Tätigkeit für drei Jahre verpflichten. Wir möchten mit diesem Antrag die Fördersumme auf 10 000 Euro erhöhen, wenn eine Verpflichtung über fünf Jahre eingegangen wird. Dadurch sollen auch langfristige Effekte für die Versorgungssituation generiert werden. Eine Kleine Anfrage von mir belegt den Erfolg des derzeitigen Programmes. Alle zur Verfügung stehenden Fördermittel wurden abgerufen. Lassen Sie uns zusammen das Programm noch einmal besser machen und stimmen Sie zu. Danke schön. (Beifall bei der AfD)
