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Gerhard Liebscher

GRÜNE 18.05.2021 Sitzungen 7/29

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Ich halte es für ökonomisch, rational und ökologisch geboten, all unsere künftig verfügbaren Energien gezielt und sparsam einzusetzen. Ich persönlich würde daher nicht beim regulären Straßenverkehr auf den Energieträger mit hohen Wandlungsverlusten setzen. Sicher ist aber: Energieverfügbarkeit und Wasserstoffherstellung für Industrieprozesse werden als Standortvorteil in Sachsen benötigt werden. Um das Desiderat vom Wasserstoffeinsatz zu erreichen, muss eine sächsische Wasserstoffstrategie darauf ausgerichtet sein, die Produktionskosten für Wasserstoff zu senken. Unsere Ausbauziele im Bereich Wind- und Solarenergie müssen zur Versorgung mit Wasserstoff ganz erheblich ausgebaut werden. Wir können hier in Sachsen auf viel Bestehendes aufbauen. Wir haben hier exzellente Forschungseinrichtungen, die auch im Bereich der Elektrolyse führend sind. Wir haben das Know-how in vielen Bereichen, in denen aktuell in Sachsen an der Nutzung von Wasserstoff gearbeitet wird. Diese Projekte können wir von Landesseite her bündeln und ein Upscaling unterstützen. Wir können an Energiestandorten in der Lausitz anknüpfen, wenn wir Wasserstoff als Teil des Strukturwandels einsetzen. Wir werden die vorhandene Infrastruktur erweitern und ergänzen. Was uns in Sachsen fehlt, ist aktuell vor allem die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien; denn wir wollen die Wertschöpfung für Wasserstoff hier in Sachsen aufbauen. Damit komme ich wieder zu meinem Ausgangspunkt zurück: Wer in Sachsen Wasserstoff einsetzen möchte, muss sich in Sachsen für den Ausbau erneuerbarer Energien einsetzen. Danke schön. (Beifall bei den BÜNDNISGRÜNEN) Erste Vizepräsidentin Andrea Dombois: Wünscht die SPD noch einmal das Wort? – Nein. Gibt es weiteren Redebedarf vonseiten der Fraktionen? – Herr Abg. Zwerg von der AfD-Fraktion, bitte.

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