Frank Richter
Vielen Dank, Herr Präsident. Herr Prantl, ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich sagen, dass ich immer dafür eingetreten bin, dass konstruktive Kritik gerade in solchen schwierigen Entscheidungen notwendig ist. Ich werde dazu auch weiter bei meiner Meinung bleiben: Eine Regierung und auch die sie tragenden Fraktionen brauchen konstruktive Kritik. Sie brauchen aber nicht das, was Sie hier gerade vorgetragen haben. Diese Regierung handelt nicht menschenverachtend, und die sie tragenden Fraktionen handeln nicht menschenverachtend. Ich möchte das auch gerade im Sinne unserer Ministerin an dieser Stelle ausdrücklich zurückweisen. Sie sprechen von einem „Placeboeffekt der Maskenpflicht“. Haben Sie das auch dem Präsidenten und den Vizepräsidenten mitgeteilt, dass hier im Landtag offenbar Placeboeffekte verordnet werden? (Zuruf von der AfD: Ja!) Das wäre interessant. Ich würde auch gern wissen, wie die Reaktion war. Ich habe bei dieser Gelegenheit auch die Möglichkeit etwas zurückzuweisen, was gestern zeitlich nicht mehr klappte: Ich bin kein „Abnicker“ – Herr Beger meinte mir das gestern vorwerfen zu müssen, dass diejenigen, die hier handeln, entsprechend „Abnicker“ seien. Ich gebe auch mein Verantwortungsbewusstsein nicht an der Garderobe ab, wie Herr Urban es gestern meinte in der Erklärung darlegen zu müssen. (André Barth, AfD: Zum Redebeitrag! Das war gestern! – Jörg Urban, AfD: Sie dürfen nicht über gestern reden!) Vielleicht ein Letztes: Ich nehme ausdrücklich für mich und für meine Fraktion in Anspruch, dass auch Mittelständler zu unserer Klientel gehören. Vielen Dank. Zweiter Vizepräsident André Wendt: Das war Herr Kollege Richter am Mikrofon 1. Meine Damen und Herren, bevor Kollege Prantl die Möglichkeit hat zu antworten, von mir ein kurzer Hinweis: Die Kurzinterventionen müssen sich grundsätzlich auf den Redebeitrag des jeweiligen Redners beziehen. Das war beim Herrn Kollegen Richter eben nicht der Fall; er hat ja unter anderem auch Herrn Urban vom gestrigen Tag zitiert. Darauf bitte ich in Zukunft zu achten. Und ich mache Sie darauf aufmerksam, dass, wenn Sie den Präsidenten auffordern, dass er den Redner am Mikrofon auffordert, zum Redebeitrag zu reden, dies zur Folge haben kann, dass ich einen Ordnungsruf erteile, und das möchten wir hier im Hohen Haus natürlich vermeiden. Kollege Prantl am Mikrofon 7, Sie können auf die Kurzintervention antworten, bitte schön.
