Dr. Daniel Gerber
Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! stünde einer solchen Agenda auch das Beihilferecht entgegen. Die Verantwortung liegt also bei den Profivereinen selbst. Natürlich bin ich mir auch bewusst, was der Niedergang oder auch die Stagnation von etablierten Traditionsvereinen für die Anhänger und die jeweiligen Städte bedeutet. Insofern verstehe ich durchaus die Frage, wie sich der Staat dabei verhalten könnte. Ich war etwas nachdenklich, als ich Ihren Ausführungen gefolgt bin. Wir könnten hier ja einen überfraktionellen Antrag einbringen und den Aufstieg von Dynamo Dresden in die 2. Liga beschließen – aber das nur am Rande. (Heiterkeit bei der AfD) Dazu habe ich gestern etwas in meiner Fachregierungserklärung gesagt. Jetzt zurück zum Ernst, meine Damen und Herren. Unsere Aufgabe ist es, den Breitensport zu unterstützen und dadurch den Nachwuchs zu fördern, im Fußball genauso wie in den anderen Sportarten. Genau das machen wir in Sachsen. Diese Aufgabe nehmen wir ernst. In jüngerer Vergangenheit haben wir beispielsweise das Trainingszentrum von Dynamo Dresden und den Umkleidetrakt für den Nachwuchs bei Lok Leipzig gefördert. Die beiden Beispiele zeigen, dass der Staat einen wichtigen Beitrag für die Infrastruktur der Vereine leisten kann. Was er aber tunlichst unterlassen sollte, ist die finanzielle Unterstützung von Profiklubs selbst. (Rico Gebhardt, DIE LINKE: Das hat auch keiner gefordert!) Letztendlich geht es doch beim Fußball darum, mehr Tore zu schießen als der Gegner. Die heutige Debatte der LINKEN war ein klares Eigentor. Herzlichen Dank. (Beifall bei der CDU, der AfD, den BÜNDNISGRÜNEN, der SPD, und der Staatsregierung)
