Norbert Mayer
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Ich spreche zum Thema „Wer wird gehört, Herr Ministerpräsident?“. Am 16. Mai, Herr Ministerpräsident, waren Sie im Großen Garten in Dresden, bei den Leuten, die dort demonstriert haben. Sie haben Mut gezeigt. (Susanne Schaper, DIE LINKE: Ja, genau!) Respekt dafür! Das war schon einmal ein Anfang. Aber Zuhören bedeutet auch ernst nehmen. (Zuruf von den LINKEN: Das kann man nicht mehr ernst nehmen!) Das Volk leidet unter der Gängelei. (Zurufe von den LINKEN) Das Volk will für sich selbst sorgen. Das Volk will Freiheit. (Zuruf des Abg. Martin Modschiedler, CDU) Wenn ich zum Bäcker gehe, dann frage ich die Verkäuferin dort: Wie fühlen Sie sich unter der Maske? (Ines Springer, CDU: Die müssen keine aufsetzen!) Sie erzählen mir, dass sie dort sehr schwitzen. Hinten in der Bäckerei ist der Ofen, in dem frische Brötchen gemacht werden, und dort ist es sehr schön warm. Es wird immer wärmer, je mehr es Sommer wird. Die Frauen schwitzen, sie haben Kopfschmerzen und können schlecht schlafen. Sie schinden sich wegen dieser Maskenpflicht, und sie müssen zunehmend mehr Kunden darauf aufmerksam machen, bitte eine Maske zu tragen. (Dr. Stephan Meyer, CDU: Quatsch!) Wenn dort ein Kunde vom Ordnungsamt erwischt wird, dann gibt es eine Ordnungsstrafe. Der Chef sagt: Die müsst ihr selber bezahlen, eure Ordnungsstrafe. – Die Verkäuferin sagt zu mir: Ich komme gerade so über die Runden und muss für meine Familie das Geld verdienen. Ich kann mir das nicht leisten. Bitte tragen Sie die Maske. (Albrecht Pallas, SPD: Zum Thema!) Dann gehen die Leute am Wochenende spazieren, weil sie ihren Unmut kundtun. Es werden Leute von der Polizei bedrängt, Leute werden eingekesselt. (Zurufe von den LINKEN) Dann werden Leute kriminalisiert. (Zuruf der Abg. Susanne Schaper, DIE LINKE) – Es geht um Demos. Wer für Demos Ordnungsstrafen bekommt – – (Unruhe bei den LINKEN) Schon über 300 000 Euro sind vom Freistaat einkassiert worden. Die wurden abkassiert von den Bürgern, weil sie für ihre Freiheit eingestanden sind. (Zuruf des Abg. Albrecht Pallas, SPD –
