René Hein
Sehr geehrter Herr Präsident! Werte Kollegen Abgeordnete! Ich möchte Sie mit der Wiederholung der Dinge, die genannt wurden, nicht langweilen. Die dramatische Lage des sächsischen Waldes ist mehrfach geschildert worden, und es gibt in keiner Weise einen Dissens, der infrage kommt. Ich möchte gern auf einige Dinge eingehen, die mich gestört haben: Das Erste, was mich gestört hat, ist die Kommunikation. Wir waren vor zwei, drei Plenarsitzungen hier und es ging darum, dass Staatsminister Günther 52 Millionen Euro für den sächsischen Wald bei den Koalitionsgesprächen herausgeholt hat. Da habe ich mich gefreut und im Endeffekt aber Bedenken gehabt, dass es wieder nur an den Sachsenforst als Hilfe zur Selbsthilfe geht. Dass der Sachsenforst Geld braucht, ist jedem klar. Dass dieser durch die Extremwetterlagen finanzielle Mittel braucht – woher auch immer –, sollte auch jedem klar sein. Aber ich habe gedacht, dass ein Teil davon den Privatwaldbesitzern zugutekommen würde. Okay, jetzt bekommt der Sachsenforst alles. Er wird es brauchen. Das ist ein großer Betrieb. Wie Herr Kollege von Breitenbuch erörtert hat, ist es in der Tat so, dass er gesellschaftliche Aufträge über seine normalen betriebswirtschaftlichen Aufgaben hinaus erfüllt. Er berät Privatwaldbesitzer, er hilft bei entsprechendem Holzeinschlag. Das nächste Mal wünsche ich mir, wenn so etwas gesagt wird, dass das vorab ein wenig kommuniziert wird, sodass man entsprechend darauf reagieren kann. (Zuruf des Abg. Rico Gebhardt, DIE LINKE – Beifall bei den LINKEN) – Es geht hier um das Fachliche, Herr Gebhardt. (Unruhe im Saal) Herr Gebhardt, es geht um das Fachliche. Sie reden hier – – Brauchen wir nicht zu diskutieren. Danke für das Gespräch. (Beifall bei der AfD – Zurufe) Ich würde gern in meiner Rede fortfahren. (Starke Unruhe – Glocke des Präsidenten)
