Heike Sylvia Winzent
Ich danke Ihnen, Herr Kollege Haas. Herr Fraktionsvorsitzender Dörr hat eine Kurzintervention angezeigt, die ich zulasse. Herr Dörr, ich darf Sie bitten, zum Standmikrofon zu gehen. Abg. Dörr (AfD) mit einer Zwischenbemerkung: Danke schön, Frau Präsidentin. Herr Haas, Sie haben zum widerholten Mal dargelegt, dass die AfD nicht immer in allen Sitzungen anwesend ist beziehungsweise sein kann. Ich habe Ihnen schon einige Male gesagt - insofern unterstelle ich Böswilligkeit -, dass ich bisher wenige Fraktionsvorsitzende in Ausschusssitzungen gesehen habe. Sie haben anderes zu tun. Sie haben andere Verpflichtungen. Das gilt auch für mich. Ich muss das immer abwägen und kann auch nicht immer vertreten werden. Das ist Punkt 1. Punkt 2 ist, dass mit diesem Gesetz Ressourcen - ich hätte fast gesagt - „missbraucht“ werden. Organisationen rücken an und bringen ihre Ansichten vor, aber es wird nicht berücksichtigt, was sie sagen. Behandeln wir nun einen Punkt zentriert, nämlich die Sache mit den Handys in Grundschulen. Welche Institutionen beziehungsweise Organisationen brauche ich, um das zu regeln? - Jeder Grundschullehrer ist dazu ausgebildet, es in seiner Klasse zu regeln, wenn ein Problem auftaucht. Man kann zum Beispiel Fächer anlegen, in die jedes Kind morgens sein ausgeschaltetes Handy legt. Es gibt viele Möglichkeiten. Da gibt es überhaupt keine Probleme. Das muss man nicht einmal auf Schulebene regeln, geschweige denn durch ein Gesetz, das für das ganze Land gültig sein soll und niemals allen Bedürfnissen gerecht wird. Es kommt noch ein Punkt dazu: Man kann die Wirklichkeit nicht ausblen- (Abg. Dörr (AfD)) den. Es gibt Handys und es gibt andere technische Geräte. Die Kinder sollen lernen, mit ihnen umzugehen. Deshalb habe ich schon vor 45 Jahren in einer Schrift das Fach Medienkunde oder zumindest das Unterrichtsprinzip Medienkunde verlangt. Das ist wichtig. Man muss die Kinder an die Medien heranführen und ihnen zeigen, die Medien kritisch zu benutzen. Das heißt, das Gesetz ist zu kurz gegriffen. (Unruhe bei und Zurufe von der SPD.) Dann nutzt auch das, was Herr Haas gesagt hat, nichts. Es wäre besser, die SPD Kollegen wären ‑ diszipliniert und würden mir zuhören, wie ich auch ihnen zuhöre. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)
