Heike Sylvia Winzent
Ich danke Ihnen, Herr Kollege Raber. - Es wurde nun durch den Abgeordneten Frank Wagner eine Kurzintervention angezeigt, die ich gerne zulasse. Ich darf Sie höflich bitten, zum Saalmikrofon zu gehen. Abg. Wagner (CDU) mit einer Zwischenbemerkung: Lieber Kollege Raber, das scheint für den einen oder anderen ganz lustig gewesen zu sein, von oben herab das Ganze so darzustellen, als ob das wirklich ein nebensächliches Thema wäre, das sich zwei Parteien zu eigen machen. Es ist aber definitiv so, dass eine breite Mehrheit der Bevölkerung genau das sehr ernst nimmt und sagt: Wir haben ein Problem damit. - Und noch mal, wir haben von drei Möglichkeiten weiterhin zwei, die Bestand haben. Es geht nicht um eine persönliche Meinung, sondern um Sprachbildung und nicht um semantische Gehaltskontrolle. Wir wollen verhindern, dass die Bevölkerung mit einem Sprachbild konfrontiert wird, das in der Breite abgelehnt wird. Von daher würde mich wirklich interessieren: Wie gehen Sie damit um, dass 81 Prozent der Saarländerinnen und Saarländer sagen, dass sie gegen das Gendern mit Sonderzeichen sind? Im Übrigen, das, was eben zum Thema öffentlichrechtlicher Rundfunk und Sprache vorgetragen wurde, haben wir so nie gesagt, das steht auch so nicht im Antrag. Es geht um das, was in der Verwaltung auf den Weg gebracht wird, was in schriftlicher Form kommuniziert wird und nicht um das, was vorgetragen wird. Wir geben auch nicht vor, wie ein Professor sich in der Vorlesung zu verhalten hat oder wie dort zu sprechen ist, sondern es geht im Prinzip um die Schreiben in der Verwaltung und auch im Bereich der Kommunikation, wenn nach außen kommuniziert wird. Abschließend die Frage: Was sagen Sie dazu, dass die SPD im vergangenen Jahr in Hessen genau diesen Antrag mehrheitlich mit der CDU verabschiedet und genau diese Entscheidung auf den Weg gebracht hat, dass Gendern mit Sonderzeichen nicht mehr möglich ist? War das auch ein Fehler oder wollen Sie das jetzt auch ins Lächerliche ziehen? (Beifall von der CDU.)
