Heike Sylvia Winzent
Ich danke Ihnen, Frau Kollegin Klein. - Von Herrn Fraktionsvorsitzenden Dörr ist eine weitere Kurzintervention angezeigt, die ich zulasse. Herr Dörr, ich darf Sie bitten, zum Saalmikro zu gehen. Abg. Dörr (AfD) mit einer Zwischenbemerkung: Sehr geehrte Frau Klein, ich glaube, Sie haben meinen Kollegen völlig missverstanden. (Zurufe von der SPD: Nein, nein!) Er hat sich natürlich nicht eingereiht in Ihren Kampf - hier nun nicht Klassenkampf, sondern Ihren Geschlechterkampf. Sie sprachen von „Feminismus“. Wir sind hier nicht angetreten, um den Feminismus zu bekämpfen oder ihn zu vertreten. Wir sind hier angetreten, um die Interessen der Bevölkerung zu vertreten. Daher kann ich Ihnen sagen: Die kranken Frauen, die von dieser Krankheit betroffenen Frauen, aber auch die von anderen Krankheiten betroffenen Frauen, haben auch unser Mitempfinden. Sie haben auch unsere Unterstützung, wenn es darum geht, die beste Medizin für sie zu finden. (Abg. Dörr (AfD)) Sie haben eben Frankreich erwähnt. Es ist zutreffend, dass man dort schon länger an dieser Geschichte dran ist und eine individuelle Medizin verlangt. Nichts anderes hat aber Herr Schaufert anhand seiner Beispiele angeführt. Es geht über die reinen Bedürfnisse von Frauen im Allgemeinen hinaus. Ja, auch Frauen sind unter sich verschieden und haben verschiedene Krankheitssymptome, und auch Männer haben verschiedene Krankheitssymptome. Und bricht eine Seuche aus, sei es die Pest oder eine andere, sind bestimmte Bevölkerungsteile davon betroffen, andere nicht. Das heißt also, dass wir eine Individualmedizin, eine persönliche Medizin anstreben sollten und müssen. Dass der Weg dorthin ein steiniger und langer ist, das ist klar. Aber das ist nun einmal der Weg. Es gibt angesichts dessen keinen Grund, meinen Kollegen hier als irgendeinen Außenseiter zu markieren, allein weil er diese sachliche Frage aufgegriffen hat. (Zurufe von der SPD: Doch, der ist schon vorhanden!) Sie scheinen zu meinen - das ist nun mal so, Sie sind ja auch im Bund jetzt wieder zusammen ‑ , mit 48 gegen 3 Stimmen hier hätten Sie die Meinung des Volkes gepachtet. Sie sollten sich wirklich einmal die Zahlen anschauen: Die SPD zum Beispiel, die hier ja noch die absolute Mehrheit hat, bewegt sich im Saarland mittlerweile auf der gleichen Ebene wie die AfD. Seien Sie also etwas bescheidener! Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)
