Kira Braun
Ich bin überzeugt, es wird auch in den nächsten Jahren darum gehen, den sozialen Zusammenhalt im Blick zu behalten. Es wird darauf ankommen, ob es uns gelingt, diese Gesellschaft inmitten der Transformation zusammenzuhalten, eine Gesellschaft, die immer weiter auseinanderzudriften droht. Schon heute erleben wir in Städten und Stadtteilen wie Burbach, Neunkirchen oder Völklingen besonders hohe Anteile an Arbeitslosigkeit und an Transferleistungen. Damit einher gehen oft soziale Ausgrenzungen und Armut. Es sind Stadtteile, die ehemals Hüttenund Bergbaustandorte waren. Wir dürfen diese Stadtteile nicht alleine lassen. Darum geht es bei der quartiersbezogenen Armutsbekämpfung. Unser Ziel ist es, den betroffenen Menschen durch konkrete und spürbare Veränderungen neue Perspektiven aufzuzeigen, ihnen vielleicht auch das Gefühl zu nehmen, man habe sie vergessen. Im Vordergrund steht dabei die Vernetzung aller politischen Ebenen mit den vorhandenen zivilen Akteurinnen und Akteuren, externen Fachkräften aus Wissenschaft und der Praxis und der betroffenen Bevölkerung. Lieber Magnus Jung, du hast der Armut den Kampf angesagt. Ich kann dir sagen, wir als Fraktion stehen dabei ganz fest an deiner Seite! (Beifall von der SPD.) Liebe Kolleginnen und Kollegen, zweieinhalb Jahre SPD-Alleinregierung stehen auch, wie ich finde, für einen anderen, vielleicht für einen neuen und moderneren Politikstil. Kein nerviges Gezanke, kein Gemaule, wie wir das vielleicht von anderen Stellen kennen. Sicherlich hätte man an der ein oder anderen Stelle Dinge anders machen können, besser machen können. Ich bin aber überzeugt, viele Saarländerinnen und Saarländer vertrauen zu Recht darauf, dass diese Landesregierung und die sie tragende Fraktion mit Hochdruck dafür arbeiten, dass wir dieses Land auch in stürmischen Zeiten auf Kurs halten, und genau das ist der Anspruch für die zweite Spielzeit. - Glück auf! (Lang anhaltender Beifall von der SPD.)
