Pascal Arweiler
Verehrter Kollege Dörr, zunächst einmal möchte ich festhalten, dass das, was wir in Friedrichsthal getan haben, ein parteiinterner Vorgang ist. Aber nichtsdestotrotz würde ich ihn immer wieder genauso wiederholen. (Beifall von der SPD.) Dort, wo die AfD das Zünglein an der Waage ist und als Mehrheitsbeschaffer dient, um verschiedene Menschen in Positionen zu wählen oder auch um Inhalte zu verabschieden, sind keine demokratischen Mehrheiten, die wir unterstützen. Dahingehend ist es ganz klar, dass wir das, was Sie hier versuchen relativierend darzustellen, niemals unterstützen werden. (Beifall von der SPD.) Mit Blick auf Ihre Beispiele tut es mir für die persönlichen Verhältnisse dort leid, wenn jemand erkrankt oder auch verstorben ist. Nichtsdestotrotz kann ich auch ganz andere Beispiele bringen, falls es jetzt mit Quierschied aus Ihrer Sicht nicht zutreffend ist. Ich sitze zum Beispiel im Stadtrat in Püttlingen, dort hat sich die AfD reinwählen lassen, war in der letzten Legislatur mit zwei Personen im Stadtrat vertreten. Diese zwei Plätze waren über zwei Jahre hinweg komplett frei geblieben. Ich glaube, das ist kein Einzelfall, auch wenn Sie sich hier immer wieder als harmlos darstellen. Ich habe im Übrigen nicht den Herrn Kollegen Schaufert als menschenverachtend dargestellt, da müssen Sie mir richtig zuhören. Ich habe gesagt, die menschenverachtenden Einstellungen dieser Menschen, die für die kommunalen Parlamente kandidieren. Sie müssen danach ihr Rückgrat beispielsweise in der freien Arbeitswelt haben und dort gegenüber Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern so auftreten, wie sie gegenüber Freundinnen und Freunden diese menschenverachtende Einstellung teilen. (Beifall von der SPD.)
