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Christoph Rudolf Schaufert

AfD 12.06.2024 Sitzungen 17/27

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Verehrte Kollegen Abgeordnete! „Am schönsten hat‘s die Forstpartie, der Wald, der wächst auch ohne sie.“ Das sagt zumindest ein bekanntes Sprichwort. Ein Sprichwort, das mit Sicherheit einen wahren Kern hat, die Förster ein wenig ärgert, aber natürlich in keiner Weise Handlungsempfehlung einer modernen Wald- und Forstwirtschaft sein kann oder die modernen Herausforderungen an den Forst angeht. Es wäre aber schön, man könnte den Wald und die Natur sich selbst überlassen und Urwälder genießen. Aber dies ist spätestens seit dem Eintreffen der ersten Ackerbauern während der neolithischen Revolution mit Eingriffen und Herrichten der Natur, speziell dem Herrichten von Waldflächen zu Ackerflächen et cetera, für immer irreversibel vorbei. Aber hier geht es ja auch nicht um neue Wege der Waldbewirtschaftung oder den Einklang von Mensch, Flora und Fauna oder darum, um überhaupt einen vernünftigen Wald herzustellen. Nein, es geht hier im Grunde, wie die Vorreden zeigten, wieder um die ideologisch aufgeladenen Begriffe Klimawandel, Transformation, CO₂-Reduktion, Klimaneutralität. Hier geht es, wie in der ganzen Zeit thematisiert wurde, rein um den Ausbau der erneuerbaren Energie und um das entsprechende Zurechtlegen des Waldes. Aber wir können im saarländischen Wald nicht alles haben. Wir können nicht alles machen, nicht alle zufriedenstellen. Frau Ministerin Berg sagte bei der Ersten Lesung zur Begründung, die Landesregierung leiste einen „wichtigen Beitrag zu drei für die Zukunft des Saarlandes ganz entscheidenden Zielsetzungen. Erstens zur Bewahrung der Funktion des Waldes für den Naturhaushalt, zweitens zur Umsetzung der Energiewende und damit auch zum gelingenden Klimaschutz und drittens zur Entschärfung der Flächenkonkurrenz und damit auch zur wirtschaftlichen Entwicklung im Sinne der Saarländerinnen und Saarländer.“ Oder aus der Begründung des Gesetzestextes: „Ziel der vorliegenden Gesetzesänderung ist es, die Bedürfnisse der Energiewende (…) mit den Bedürfnissen“ des Waldes und seiner „besonderen Bedeutung für die Vielfalt an Lebensräumen, Lebensgemeinschaften und Arten als auch für die Biodiversität (…) zu vereinbaren.“ Der Wald als die berühmte eierlegende Wollmilchsau, aber unbedingt aus ökologischer Landwirtschaft, nachhaltig großgezogen und ergiebig wie aus Hochleistungszucht. Das sind Ziele, die unser saarländischer Wald alle zusammen nicht leisten kann, schon gar nicht kann er zurechtgeschnitten werden in seiner gesamten Form für die erneuerbaren Energien. - Wir stellen uns dem Waldgesetz nicht in den Weg, aber wir werden uns enthalten. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall von der AfD.)

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