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Christina Baltes

SPD 13.03.2024 Sitzungen 17/23

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Freude, sie zeigt sich als Lächeln, als Lachen, als Freudenschrei, manchmal auch durch Freudentränen oder durch ein positives Handeln. Ich kann sagen: Wir von der SPD-Landtagsfraktion haben uns riesig gefreut, dass das Saarland den Zuschlag für die Special Olympics 2026 erhalten hat. Unsere Freude war so vielfältig, wie wir alle sind, so vielfältig, wie Menschen sein können. Zu dieser Vielfalt gehört auch, dass es Menschen mit Behinderungen gibt, mit geistigen oder körperlichen, aber auch mit Mehrfachbehinderungen. Seit 1994 steht in unserem Grundgesetz, dass niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden darf. Aber die Abwesenheit von Benachteiligung bedeutet noch keine echte Inklusion. Inklusion bedeutet, dass Menschen mit einer Behinderung ihr Leben nicht an die durch nicht behinderte Menschen vorgegebenen Strukturen anpassen müssen. Wir alle als Gesellschaft sind aufgerufen, die Strukturen, die unsere Gesellschaft bislang vorgibt, zu überprüfen und Strukturen zu schaffen, die jedem Menschen, egal ob mit oder ohne Behinderung, die Möglichkeit geben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. (Beifall von der SPD.) Als Sprecherin für die Belange von Menschen mit Behinderungen der SPD-Fraktion begleite ich diesen Themenbereich schon lange. Ich bin froh, dass diese Regierung die Belange von Menschen mit Behinderung als Querschnittsaufgabe begreift, als eine Aufgabe, die wir anpacken und stets mitdenken, aber auch als eine Aufgabe, die wir mutig angehen und nun auch (Abg. Baltes (SPD)) stolz feiern mit einem riesigen Sportevent im ganzen Land, einem Event der weltweit größten Bewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist doch ein Highlight für unser Land! (Beifall von der SPD.) Als Ortsvorsteherin freue ich mich ganz besonders, dass wir mit dem Konzept, viele Orte im ganzen Land zu beteiligen, durchgedrungen sind. Es ist nicht nur ein Ort, nein, es sind viele Orte eingebunden. Wir sind das Saarland - wir leben und feiern Inklusion an jedem Ort im ganzen Land. Unsere Ministerpräsidentin Anke Rehlinger sagt, das sei ein Turbo für den Sport und die Inklusion in unserem Land, und dem kann ich mich nur anschließen. Ja, genauso ist es. Wir können Hürden in den Köpfen abbauen, indem wir die Special Olympics 2026 dazu nutzen, den Blick auf die Infrastruktur für Menschen mit Behinderung und auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben zu lenken und dabei auch die Sicht von Menschen mit Behinderungen einzunehmen. Wir lassen nicht nur unsere Sportlerinnen und Sportler einen Hürdenlauf absolvieren, nein, auch wir, die wir beim Sport eigentlich nur zuschauen, nehmen Hürden, indem wir unsere Sportstätten und unsere Infrastruktur auf Barrierefreiheit prüfen und bestehende Barrieren nicht nur in Reden, sondern auch tatsächlich abbauen. Wir schaffen Sichtbarkeit. Wir werden unsere Sportlerinnen und Sportler feiern können - diejenigen, die gewinnen werden, aber auch diejenigen, die den sportlichen Gedanken stärken, indem sie einfach mitmachen. Wir treten so gemeinsam mit der international größten Bewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung gegen Diskriminierung und Vorurteile an. Liebe Kolleginnen und Kollegen, für mich steht eine der Gewinnerinnen schon fest: unsere Gesellschaft. (Beifall von der SPD.) In diesem Sinne freue ich mich schon auf viele freudige Gesichter im Saarland. Wer noch nicht weiß, wie man sich einbringen kann: Wir alle hatten heute Morgen diesen schönen Flyer vor uns liegen. (Die Rednerin zeigt einen Flyer.) Darin findet sich eine E-Mail-Adresse zur Frage, wie man sich einbringen kann. Es gibt sicher ganz viele, die helfen wollen, sie alle können sich einbringen. - Ich bitte um Zustimmung zu unserem Antrag. Vielen Dank. (Beifall von der SPD.)

Alle Reden von Christina Baltes Protokoll ↗