Christina Baltes
Vielen Dank, Herr Minister Barke, für Ihren Beitrag. - Es wird eine Kurzintervention durch Herrn Becker angezeigt. Bezieht sich diese auf die Rede von Herrn Barke? (Abg. Becker (AfD) signalisiert Zustimmung.) Ja. Bitte. Abg. Becker (AfD) mit einer Zwischenbemerkung: Sehr geehrter Herr Minister Barke, Sie haben mich direkt angesprochen, deshalb möchte ich Ihnen auch direkt antworten: Ich wünschte mir nichts mehr in meinem Leben als den Erhalt dieser Arbeitsplätze, seien es die bei Ford, seien es die bei der Dillinger Hütte, seien es die bei Saarstahl. Würde der liebe Gott sagen, schneid dir den kleinen Finger ab und die Arbeitsplätze bleiben erhalten, würde ich das ohne zu überlegen machen. Denn ich weiß, was an diesen Arbeitsplätzen hängt. Ich komme aus der Region, und ich will mir gar nicht vorstellen, was es für den Mittelstand und für den Einzelhandel bedeutet, wenn diese gut bezahlten Arbeitsplätze dort wegfallen. Aber Sie müssen das entschuldigen: Als langjähriger Ford-Mitarbeiter, der dort die Ausbildung gemacht hat, der 13 Jahre lang im Betrieb tätig war, bin ich leider ein gebranntes Kind, denn ähnlich hoffnungsvolle Vorträge habe ich auch zum Thema Ford gehört. Ford hätte Zukunft, so wurde gesagt, jetzt aber stehen wir beim Thema Sozialpläne. Das nur dazu. Ich möchte es deutlich sagen: Ich sehe Sie leider nicht als Retter dieser Stahlindustrie, sondern als ihr Totengräber. Das wird so sein, wie es sich jetzt bei der Automobilindustrie überall abzeichnet. Das lässt sich ja nicht leugnen: Produktion und die Arbeitsplätze werden verlagert. Das bricht mir mein Herz. Und ich würde wirklich bitten, dass man sich gemeinsam ‑ ‑ dass das funktioniert. Wünschen würde ich mir das, ich glaube es halt einfach nicht. Man geht eben diesen falschen Weg mit den immer teureren CO₂-Zertifikaten, den immer höheren CO₂-Preisen. Ich war damals beim Vortrag des ehemaligen Vorsitzenden Hartmann. Der hat diese Problematik erläutert, dass die immer höheren CO₂-Preise, ähnlich wie in der Automobilindustrie beim Thema Verbrenner, auch für die Stahlindustrie ein Problem sind. Immer höhere Millionenbeträge für die CO₂-Zertifikate zu zahlen, dazu hat die Stahlindustrie zunächst einmal ja keine Alternative. Die wirkliche Alternative wäre aus unserer Sicht, diesen CO₂- Wahnsinn zu beenden, dann könnten wir auch unsere Industrie erhalten. Aber diesen Weg wollen Sie nicht gehen, Sie machen lieber Experimente, grüne Experimente. Die Erfahrung zeigt leider, dass die in einer Katastrophe enden. - Herzlichen Dank.
