Christoph Rudolf Schaufert
Das Pult ist schon einmal auf einer guten Höhe. - Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Verehrte Kollegen Abgeordnete! Die Richtung des Antrags passt und findet die Zustimmung unserer Fraktion. Sport in all seinen Facetten ist ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft, auf allen Ebenen und für jeden: jung, alt, Frau, Mann, mit Einschränkung oder ohne. Mir ist klar, dass der eine oder andere ein wenig humoristisches Potenzial darin sieht, dass ich der sportpolitische Sprecher unserer Fraktion bin. Aber lassen Sie es sich gesagt sein, fast auf den Tag genau vor 40 Jahren war ich Dritter bei Deutschen Meisterschaften in einer olympischen Sportart. Aber zu Ihrem Antrag. Es fehlt in Ihrem Antrag schon ein wenig die Unterscheidung zwischen Profi-, Spitzen-, Breiten-, Basis- und Therapiesport und so weiter. Die mündlichen Ausführungen brachten auch nur ein wenig Licht ins Dunkel. Es ist aber wichtig, dass man da für jeden Aspekt und für jede Gruppe der Sporttreibenden gezielte Konzepte entwickelt. Die sind natürlich beim integrativen Behindertensport gänzlich andere als im Spitzensegment am Olympiastützpunkt. (Präsidentin Becker übernimmt den Vorsitz.) Besonders wichtig ist für uns, die AfD-Fraktion, dass Sport und Lust an der Bewegung bereits im Kindergarten, besser noch früher, beginnt, sich in der Schule fortsetzt und Bestand hat bei den Erwachsenen bis hin ins betagte Lebensalter. Dazu ist es vor allem wichtig, genügend Sportstätten vorzuhalten. Es muss unser Anliegen sein, dass der Wille, Sport zu treiben, nicht wie aktuell einhergeht mit einem logistisch aufwendigen Zeitmanagement, wann und wo irgendwas gemacht werden kann. Nein, wir müssen am besten an den Schulen oder in der Nähe der Schulen dafür sorgen, dass Sportstätten entstehen beziehungsweise erhalten bleiben, die es einerseits während des Unterrichts erlauben, ein breites Spektrum an Sportarten zu betreiben und andererseits später am Tag dann Vereinen und anderen Gruppen für ihren Sport zur Verfügung stehen. Vor allem denken wir hier an den Schwimmunterricht. Schwimmen ist eine Basiskenntnis, ohne die kein Kind spätestens nach der Schule in das Leben starten sollte. Es ist ein Unding, dass die Kinder beim Schwimmunterricht oft länger im Bus sind als im Becken, da es in Schulnähe, am besten in der Schule selbst, keine Schwimmbäder gibt. Für Sportstättenförderung und Sportförderung in jeder Hinsicht bedarf es aber Geld. Da man Geld nur einmal ausgeben kann, müssen eben Prioritäten gesetzt werden. Diese Prioritäten liegen nun einmal aktuell leider eher im Führen von Kriegen. Wir unterhalten und unterstützen illegale Migration im Land anstatt Sportstätten und Sportförderung. Nichtsdestotrotz: Sport ja bitte, überall und für jeden. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall von der AfD.)
