Carsten Becker
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Saarländer! Das Thema Wasserstoff beschäftigt uns alle. Es ist eine Zukunftstechnologie. Man hat die Entscheidung zur Dekarbonisierung getroffen und setzt voll auf die Karte Wasserstoff. Ich und viele andere hätten wahrscheinlich besser geschlafen, wenn wir diese Netze schon hätten, wenn wir als ersten Schritt die Infrastruktur aufgebaut hätten und dann eingestiegen wären. Man macht hier den ersten Schritt vor dem zweiten. Man muss jetzt natürlich aufs Tempo drücken. Wir haben es im Wirtschaftsausschuss sowohl vonseiten des Betriebsrates der Dillinger Hütte also auch von der Geschäftsleitung gehört. Man versucht alles, um die Voraussetzungen für die Umstellung zu schaffen, aber die öffentliche Hand ist natürlich in der Pflicht, erst einmal die Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Antrag geht in vielen Punkten in die richtige Richtung. Wenn ein europäisches Wasserstoffnetz geschaffen wird, muss man das Saarland natürlich dranhängen - wenn das Saarland dort nicht sogar eine wichtige Rolle spielen muss. Was die Beschaffung des Wasserstoffs angeht, sollten wir uns, so denke ich, keine Gedanken über die Farbe des Wasserstoffes - ob grün oder violett - machen. Wenn ich ein bisschen im Chemieunterricht aufgepasst habe und mich richtig erinnere, ist Wasserstoff farblos. Es geht vielmehr darum, dass der Wasserstoff hier ist und unsere Industrie versorgt ist. Natürlich wird es einen riesigen Strombedarf geben. Das Thema müssen wir angehen, aber wir haben jetzt ein bisschen Vorlaufzeit. Es wurden schon viele Verträge abgeschlossen. Natürlich muss man schauen, dass wir unseren Grundlastbedarf mit eigenen Kraftwerken decken. Es wird schwierig, dies alleine mit Solar und Wind zu sichern. In Deutschland sind wir immer ein bisschen aufs Ausland angewiesen. Man hat ja die Idee, dass der Solarstrom aus Afrika kommt beziehungsweise dass man eine Situation schafft, den Strom aus regenerativen Energien aus Südeuropa zu bekommen. Das macht Sinn. Allgemein bleibt zu sagen, dass es funktionieren muss, denn wenn es nicht funktioniert, gehen uns viele Tausende Arbeitsplätze in der Stahlindustrie verloren. Deshalb kann ich seitens der AfD nur sagen: Drücken Sie aufs Tempo. Treten Sie denen in Brüssel und in Berlin ordentlich in den …, damit wir dort schnellstens vorankommen. - Herzlichen Dank. (Beifall von der AfD.)
