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Christoph Rudolf Schaufert

AfD 15.02.2023 Sitzungen 17/11

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Verehrte Abgeordnete! Kollegen! Liebe Zuhörer! Vorweg. Ja, Sie haben dieses Mal recht, werte Kollegen der SPD und CDU. Dieser Antrag ist stark an den vom Thüringer Landtag im November mit Stimmen der AfD und CDU - man nennt die größte Fraktion zuerst - angenommenen Antrag angelehnt. Warum das Rad neu erfinden, wenn es schon richtungsweisende und gute Entscheidungen gibt? Zum Einstieg ins Thema eine Frage an die Gender-Experten im Saal. Wie gendert man herrenloses Damenfahrrad korrekt? Im Grunde genommen ein guter und pointierter Witz, wenn es nicht so ernst wäre, was sich an der Gender-Front teilweise so tut. Kurz vor Fastnacht könnte man hier Irrsinn an Irrsinn des Gender-Gaga reihen, was aber nicht nötig ist, da es jedem klardenkenden Menschen eh offenbar ist, wie verquer das Ganze ist. Auf der anderen Seite wird ein Freund oder eine Freundin - Binnen-I, Gender-Sternchen und so weiter - des Genderns in seiner oder ihrer Blase eh nicht erreicht werden. Wer gendert, will nicht kommunizieren oder informieren. Wer gendert, will erziehen. In der Sache liegen die Fakten zusammenhängend sowieso klar auf der Hand. Die Mehrheit der Deutschen lehnt das Gendern in allen seinen Abarten ab. Auch hat Gendern in keiner Weise etwas mit Gleichberechtigung oder Gerechtigkeit zu tun, noch beugt es Diskriminierung in irgendeiner Weise vor, noch kann sich jemand irgendetwas dafür kaufen, was ihm die Inflation, linke Politik und so weiter wegnahmen. (Abg. Schaufert (AfD)) Das Gender-Sternchen, Binnen-I et alii sind an jeder Stelle einfach nur völlig überflüssig. Zahllose Fachleute wie zum Beispiel der Linguist Peter Eisenberg haben sich mit guten Argumenten immer wieder gegen die politisch korrekte Sprachzerstörung und gegen die Verballhornung des Deutschen ausgesprochen. Das Gendern gehört eben nicht zur lebendig gesprochenen oder geschriebenen Sprache der Deutschen, sondern ist nur ein Vehikel, eine Verirrung, ein Missgriff von Ideologen und Woken, selbsternannten Eliten. Diese selbsternannten Eliten versuchen auch mittels der Sprache, das Land zu steuern. Das Gendern unterwandert Medien, Universitäten und andere Einrichtungen. Hier wäre von uns einmal ein Blick nach Frankreich angebracht, den wir doch sonst so gerne pflegen. Dort ist die sogenannte inklusive Schreibweise in öffentlichen Texten untersagt. So sollten wir dies im Saarland auch machen und in allen amtlichen und öffentlichen Texten die anerkannten und bewährten Regeln von Rechtschreibung und Grammatik festschreiben, bevor sich das Gender-Gaga seinerseits in Regularien festsetzt. (Unruhe.) Ich sagte es bereits, wer gendert, will nicht kommunizieren oder informieren; wer gendert, will erziehen. Kollegen der CDU, wir bauen Ihnen mit dem vorliegenden Antrag eine Brücke zu zeigen, dass es Ihnen tatsächlich um politische Themen, Ziele und Überzeugungen geht. In der letzten Plenarsitzung haben Sie, verehrter Fraktionsvorsitzender Toscani, doch auch ein Ende des Genderns gefordert. Ich habe das Zitat parat, aber ich spare mir das, weil Sie wissen ja noch, wie Sie es gesagt haben. Also, vor allem liebe Kollegen der CDU, stimmen Sie unserem Antrag zu, der auch ein gewisses Maß an CDU-Handschrift trägt, und zeigen Sie der Bevölkerung, dass es Ihnen tatsächlich um Inhalte und Themen geht und nicht nur um rechtes Blinken und Augenwischerei, um nachher umso schärfer links abzubiegen. Sie können sich abstrampeln, so viel Sie wollen. Schauen Sie aktuell nach Berlin nach der für Sie gewonnenen Wahl. Sie sind nur die Aushilfslösung, wenn nichts Anderes geht. Sie werden ganz eng am Nasenring von Rot-Grün geführt und vorgeführt, liebe CDU. Kehren Sie zurück zu vernünftiger Politik und stimmen Sie dem zu, für das Sie doch politisch eigentlich stehen, auch wenn dieser Antrag von uns ist. - Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall von der AfD.)

Alle Reden von Christoph Rudolf Schaufert Protokoll ↗