Katrin Eder
Herr Präsident, meine Damen und Herren! Ich war bei einem Unternehmen in meinem Wahlkreis, das kurzfristig Güter vom Rhein auf die Schiene bringen wollte. Das war nicht möglich, und die haben dringlich appelliert, dass wir hier Alternativen anbieten und Alternativen schaffen. Deswegen ist es mir so wichtig, darauf hinzuweisen: Herr Oster, Sie sind für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zuständig, wenn Sie im Verkehrsausschuss sitzen, und eben nicht nur für die Autofahrerinnen und Autofahrer. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Unruhe bei der SPD – Zuruf des Abg. Joachim Paul, AfD) Auch im ländlichen Raum, in den Zeiten, in denen die Spritpreise steigen und das Deutschlandticket eine gute, preiswerte Alternative bietet, müssen die Menschen das Recht auf eine alternative Mobilität haben. Das Angebot muss bestehen. (Abg. Benedikt Oster, SPD: Auch ein E-Auto muss auf der Straße fahren!) Die Mainzer Neustadt mit dem ländlichen Raum aufzurechnen: Also, ich muss wirklich sagen, platter geht es wirklich nicht mehr, (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) weil gerade Sie, die Sie doch mit dem Auto hier nach Mainz gefahren kommen, müssen doch froh sein für jede Mainzerin und jeden Mainzer, für jeden aus Rheinhessen, der hier ein anderes Verkehrsmittel nimmt, weil das doch am Ende den Stau reduziert. Deswegen müssen wir doch vorankommen. (Zuruf des Abg. Benedikt Oster, SPD) Wo sind denn die anderen Verkehrsmaßnahmen? Sie haben nichts gesagt zum Thema „Pendlerradrouten“, bei denen das Land nichts auf die Kette bekommt. (Abg. Johannes Zehfuß, CDU: Haben auch Sie nicht hingebracht!) Sie haben nichts dazu gesagt, wie die Schiene aussieht. (Abg. Johannes Zehfuß, CDU: Wo sind sie denn, Ihre Radrouten, in den letzten 15 Jahren?) Herr Vogt, ich weiß ja nicht, wie Sie aus Berlin zurückgereist sind, (Abg. Benedikt Oster, SPD: Auch ein E-Auto muss auf der Straße fahren!) aber es war unmöglich, vom Frankfurter Hauptbahnhof nach Mainz an den Hauptbahnhof zu kommen. Wir müssen alternative Mobilitätsformen unterstützen, weil die Ungleichheit bei den Verkehrsträgern doch seit dem Zweiten Weltkrieg besteht, indem das Auto immer ins Zentrum gerückt wurde. Gerade vor dem Hintergrund der Klimakrise müssen wir doch schauen, wie wir in unserer Verkehrspolitik umsteuern. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Unruhe zwischen den Abg. Katrin Eder, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, und Benedikt Oster, SPD)
