Johannes Zehfuß
Geschätzter Kollege Bunjes! Wir haben nicht alle Themen angesprochen. Ich habe sie kurz angesprochen, sodass sie nicht vergessen sind, um dem vorzubeugen, was Sie sich da vorgenommen und vorgetragen haben. Das ist genau der Unterschied zwischen Ihrer Politik und der Politik der Koalition, dass wir nicht einen breiten Bogen ausschütten und überall mal hinrennen, wo ein Problem ist. Wir haben ein Problem lokalisiert, und dieses Problem wollen wir angehen, aber nicht so, wie Sie das gesagt haben. Wir wollen die anderen Probleme wie Dürre, Futternotstand, Marktungerechtigkeiten und Marktdruck durch Einflüsse, die wir nicht zu bestimmen haben, nicht aus dem Auge verlieren. Man kann sich aber verzetteln, alles wollen, alles anfangen, oder man kann zielgerichtet den einen Weg gehen, um dann Stück für Stück die Ziele zu erreichen und für die Landwirte entsprechende Prognosen und Voraussetzungen zu schaffen, damit sie wirtschaftlich arbeiten können. (Beifall der CDU und der SPD) Der ganze Strauß, den Sie jetzt in Ihrer wohlfeilen Rede gebracht haben, ist – so würde ich es sagen – ein Ablenkungsmanöver angesichts eigener Untätigkeit. Ich kann Ihnen nur einen Blick in die Geschichte empfehlen. In der Legislatur 2011 bis 2016 hatten wir eine grüne Agrarministerin, Frau Ulrike Höfken, die sich vehement für das damals stattfindende, auch dagewesene Problem des Drahtwurmbefalls eingesetzt hat. Sie hat durch die DLR alle biologischen Maßnahmen prüfen lassen. Mit der Biofumigation und ähnlichen Methoden ist umfangreich alles geprüft worden. Es war gut so, dass es geprüft worden ist, (Glocke der Präsidentin) aber wenn es keine Wirkung hat, dann kann man es auch nicht gesundbeten mit noch so wohlfeilen Reden. (Beifall der CDU und der SPD)
