Ralf Schönborn
Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren! Unsere großartigen rheinland-pfälzischen Wälder säubern Luft, speichern Wasser, schützen Böden und bieten unzähligen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Zugleich sind sie Erholungsort für den Menschen, Umweltschützer und Wirtschaftsfaktor. Der Zustand unseres Waldes ist damit immer auch ein Spiegel unseres Umgangs mit der Natur und unserer Verantwortung gegenüber den natürlichen Lebensgrundlagen. Wir haben es gehört, für das vergangene Jahr gibt es jetzt endlich einmal gute Nachrichten. Die Zahl der geschädigten Bäume ist deutlich zurückgegangen. Meine Damen und Herren, der Waldzustandsbericht 2025 macht deutlich, Klimaveränderungen sind komplex und nicht eindimensional. Exakte Vorhersagen über globale Durchschnittstemperaturen für die kommenden Jahrzehnte sind daher nicht seriös. Immer offenkundiger wird, dass der Mensch nur einer von vielen Einflussfaktoren auf das Weltklima ist. Während sich mit Ausnahme der EU weltweit eine Abkehr vom ideologischen Klimaschutz abzeichnet, stimmt nun auch der heimische Wald nicht mehr in eine Weltuntergangsrhetorik ein. Wir haben die Zahlen gehört. Die Kennzahl deutlich geschädigter Waldbäume liegt um 18 % niedriger als im Vorjahr. Gleichzeitig gibt es mehr gesunde Bestände. Der Anteil der Probebäume ohne erkennbare Schäden ist um sechs Prozentpunkte gestiegen. Auch das Kronenbild hat sich verbessert. Die durchschnittliche Kronenverlichtung ist um fünf Prozentpunkte zurückgegangen. Der Wald holt erstmals seit sieben Jahren wieder spürbar Atem. Die Werte sind signifikant und geben Anlass zur Hoffnung auf eine echte Trendumkehr. Dennoch spricht das Umweltministerium lieber von einer Verschnaufpause, wohl um zu suggerieren, dass eine dramatische Klimaveränderung schon ausgemacht sei. Gesichert ist jedoch nur das, was wir messen, und nicht das, was wir modellieren. Hier sehen wir, 2024 und 2025 hat es ausreichend und relativ gleichmäßige Niederschläge gegeben. Nach den trockenen Jahren zuvor deutet sich damit eine Phase der Entlastung und des Wachstums für unsere Wälder an. Beispielhaft zu sehen ist das an der Buche, die in Rheinland-Pfalz prozentual gesehen am häufigsten vorkommt. Das Schadniveau ist merklich zurückgegangen. Immerhin ca. 21 % der Buchen sind vollständig intakt, ein Plus von zehn Punkten im Vergleich zum Vorjahr. Es nutzt aber nichts, nur über den Waldzustand zu reden. Wir müssen verstärkt in die Umsetzung kommen. Die Waldklimaoffensive der Landesregierung, insbesondere Aufforstung in waldarmen Regionen, klimaresiliente Wälder und ein besserer Wasserrückhalt, ist grundsätzlich ein sinnvoller Ansatz. Einen solchen Weg würde auch die AfD-Fraktion in Verantwortung gehen. Es bleibt abzuwarten, ob die finanziellen Mittel in voller Höhe in den Wäldern ankommen. Wir als AfD-Fraktion gehen noch einen Schritt weiter und fordern, dass weitere 2,2 % der Landesfläche für natürlichen deutschen Wald statt für industrielle Windparks bereitgestellt werden sollten. Meine Damen und Herren, diese Ausprägung des Umweltschutzes ist umsetzbar und kosteneffizient, freiheitlich und marktkonform. Wir wollen Bäume pflanzen, unterhalten, statt sie für eine nicht funktionierende Energiewende zu opfern. Wir werden beweisen, dass die Umwelt auch ohne planwirtschaftlich grüne CO -Bepreisung, Quotenvorgaben, Technologieverbote, Deindustrialisierung und zunehmende Verarmung geschützt werden kann. Davon abgesehen kann Aufforstung wohlstandsfördernd wirken. Sie alle wollen einen anderen Pfad beschreiten und sind dafür bereit, unseren Wald immer stärker für Ihre Ideologie zu zerstören. Das beweist nicht zuletzt Ihre Ablehnung im Novemberplenum für unseren Antrag, der zumindest den Landeswald vor weiteren Übergriffen durch die Windindustrie geschützt hätte. Meine Damen und Herren, wer Waldschutz propagiert, der darf auf der anderen Seite keine Zerschneidung von Wäldern, Zerstörung von Lebensräumen und keine unnötigen Beeinträchtigungen eines sehr empfindlichen Ökosystems beabsichtigen. Die Altfraktionen verlieren sich auch heute wieder in Doppelmoral. Ein Blick zurück ins Novemberplenum reicht. Der Umweltschutz der AfD-Fraktion ist geradlinig und glaubwürdig, weswegen uns die Wähler am 22. März eine starke Stimme verleihen werden. Danke schön. (Beifall der AfD)
