landtag-rlp.de ↗

Martin Louis Schmidt

fraktionslos 13.11.2025 Sitzungen 18/97

Sehr geehrter Präsident, liebe Kollegen! Ich wollte diese Worte des Kollegen Köbler doch nicht ganz am Ende stehen lassen, weil ich zwar einerseits Respekt davor habe oder es auch richtig finde, wenn man appelliert, die junge Generation, das nicht alles schlechtzureden, weil wir natürlich auch positive Dinge haben müssen, an denen wir uns orientieren können. Die Hoffnung ist auch immer da, dass sich die Zustände bessern. Es kann aber natürlich auch nicht die Lösung sein, eine Vogel-Strauß-Politik zu machen nach dem Motto „Es ist irgendwie alles gut und wird schon“. Wir haben an den Schulen ganz eklatante Probleme. Wenn ich dann höre, dass es schon immer – ich zitiere noch einmal Kollegen Köbler aus seinem ersten Beitrag – Polizeieinsätze an Schulen gab, und die Probleme an der Rütli-Schule seien gelöst worden, ist meine Ergänzung: mit sehr, sehr viel Geld, was nicht an jeder Schule zu leisten ist. Dann erinnere ich mich an meine eigene Schulzeit. Ich kann mich an der Schule, an dem Gymnasium tatsächlich an keinen einzigen Polizeieinsatz in den ganzen vielen Jahren erinnern. Vielleicht gab es mal einen oder zwei, aber ich glaube, man kann nicht ernsthaft sagen, dass wir diese Probleme jetzt vor Jahrzehnten oder auch noch vor zehn Jahren in dem Ausmaß hatten. So eine Vogel-Strauß-Politik kann man nicht betreiben. Dann muss man sich nicht wundern, wenn man das Vertrauen in der Bevölkerung verliert. Man muss die Probleme doch irgendwie angehen, und dabei kann man dann auch positive Botschaften ausstrahlen, das ist auch angemessen und richtig – aber nicht den Kopf in den Sand stecken. Danke sehr. (Beifall der Abg. Michael Frisch, Dr. Herbert Drumm und Dr. Bernhard Alscher, fraktionslos)

Alle Reden von Martin Louis Schmidt Protokoll ↗