Dr. Bernhard Alscher
– Beides. Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Auch wenn man es mir nicht immer anmerkt, ich komme auch aus einem Bildungshaushalt. Ich möchte zwei Punkte ansprechen, über die wir relativ einfach hinweggegangen sind. Das ist Infrastruktur, Toilettenbaumaßnahmen. Vernünftige Schule kann man nur dann machen, und man kann nur dann etwas lernen, wenn das in Ordnung ist. Es gibt viele Kommunen, die das Geld dafür nicht haben. Wenn einmal etwas zerstört ist oder schlecht aussieht, ist es einfach, es weiter zu zerstören. Das ist der eine Punkt, und der andere Punkt ist, denke ich – ich bin enttäuscht über diese Debatte –, dass wir auch die Eltern mit ins Boot holen müssen, und zwar müssen die aktiv mit hineingeholt werden. Es gibt Möglichkeiten und Sanktionen, wenn Schüler nicht in die Schule kommen. Da wird einfach nicht reagiert. Es ist schlimm, dass wir an der Schule die Grenze machen, zwar darüber sprechen, was dann passieren könnte, aber es wird einfach nicht befolgt. Wenn wir die Eltern nicht dazu bringen, dass sie sich mehr – das geht nicht immer so einfach mit Worten – um ihre Kinder kümmern, dann kommen wir nicht weiter; denn die Schulen sind in der jetzigen Form einfach überfordert. Danke schön. (Beifall der Abg. Dr. Herbert Drumm, Michael Frisch und Martin Louis Schmidt, fraktionslos)
