Martin Louis Schmidt
Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren! Zunächst möchte ich betonen, welch außerordentlich hohen Stellenwert die deutsch-amerikanischen Beziehungen aus meiner Sicht, aber auch aus der der Kollegen der Gruppe „Drei Farben – mehr Freiheit!“ besitzen. (Vereinzelt Unruhe im Hause) Sie sind von enormer Bedeutung, unabhängig davon, wer jeweils in Washington oder auch in deutschen Landen regiert. Sie sind für Rheinland-Pfalz unheimlich wichtig, sie sind für ganz Deutschland unheimlich wichtig. Die Wurzeln dieser guten transatlantischen Beziehungen sind vielfältig. Sie reichen übrigens viel weiter zurück als in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Eine wesentliche Wurzel wurde heute schon sozusagen von Antipoden des politischen Spektrums jeweils genannt, das ist die große Zahl an Deutschstämmigen in den Vereinigten Staaten. Sowohl von grüner Seite als auch von AfD-Seite wurde darauf aus guten Gründen hingewiesen. Ich selbst habe wiederholt über Anträge im Ausschuss und auch schon im Plenum die Idee einer Themenstraße „Auf den Spuren der Amerikaauswanderung“ betont. Ich möchte das heute erneut tun, weil ich glaube, dass in dieser Idee enorme Chancen liegen, gerade für Rheinland-Pfalz. Wir wissen alle, dass sehr, sehr viele dieser in die USA Ausgewanderten ihre Wurzeln hier bei uns haben, in unserem Raum, speziell auch in der Pfalz. Eine Themenstraße, die man ausweisen würde, die quer durch die Pfalz und auch den Hunsrück, für die Brasilienauswanderung, führen würde, würde diese Wurzeln breitenwirksam betonen und ins Blickfeld rücken. Das hätte für alle Beteiligten große Vorteile. Ich appelliere, diese Idee aufzugreifen, fraktionsübergreifend. Ich möchte an dieser Stelle noch eine Reihe von Namen nennen, von bedeutenden Auswanderern, die die USA wesentlich mitgeprägt haben und an die es zu erinnern gilt. (Zuruf des Abg. Joachim Paul, AfD) Da wäre zum Beispiel die Familie Chrysler zu nennen, deren Wurzeln in Herrnsheim, heute Stadt Worms liegen, der sogenannte Eisenbahnkönig Heinrich Hilgard Villard aus Speyer, der Ketchup-König Henry John Heinz aus Kallstadt, (Zuruf des Abg. Joachim Paul, AfD) ebenso wie die Trump-Vorfahren, das Lederstrumpf-Vorbild Johann Adam Hartmann aus dem südpfälzischen Edenkoben, Thomas Nast aus Landau, Friedelsheim im Kreis Bad Dürkheim als Wohnort der Vorfahren des Schokoladenfabrikanten Milton Hershey, der Pionier der Datenverarbeitung Herman Hollerith aus Großfischlingen bei Landau (Abg. Dr. Bernhard Braun, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Alle 10.000 Palatines! – Zuruf aus dem Hause: Genau!) – ja –, Hochstadt als Herkunftsort der Vorfahren von Elvis Presley, eigentlich Pressler, und nicht zuletzt die Vorfahren des Schauspielers Kevin Costner, die ebenfalls aus Edenkoben in der Südpfalz stammen. (Unruhe im Hause) Es würde mich – das möchte ich zum Schluss sagen – sehr, sehr freuen, wenn hier in nicht so ferner Zukunft eine Initiative des Landes gestartet würde, natürlich unter wesentlicher Beteiligung (Unruhe im Hause) – warum ist es eigentlich jetzt so unruhig? – der Kommunen, die daraus viele Vorteile ziehen könnten. Vielen Dank. (Beifall bei der AfD –
