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Martin Louis Schmidt

fraktionslos 11.09.2025 Sitzungen 18/93

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, werte Kollegen! In der Kürze der Zeit sage ich, meine Frau ist Lehrerin an einem Gymnasium im ländlichen Raum. Dieses Gymnasium hat unlängst auch ein Handyverbot beschlossen. Sie war sehr überrascht, wie groß die Akzeptanz unter den Schülern war. Quasi durchgängig haben diese das begrüßt und verstanden. Sie verstehen, wenn man ihnen sagt, es gibt im Unterricht bestimmte digitale Angebote, aber ansonsten ist die Schule auch ein Schutzraum, ein Raum, in dem man, wenn man einmal abschaltet, auch erkennen kann, wie wichtig persönliche Kontakte in den Pausen sind, wie wohltuend es ist, bestimmten Mobbinggeschichten für einige Stunden des Tages nicht ausgesetzt zu sein. Das an sich ist schon ein großer Wert. Schule ist jetzt auch ein Angstraum, weil dort mit digitalen Dingen Sachen gemacht werden, die Angst auslösen. Man muss sich selbstverständlich als Politik Gedanken machen, was jenseits der Schulzeit ist, jenseits dieses knappen halben Tages, wie man bestimmten unschönen Entwicklungen entgegenwirken kann. Aber das ist ein eigenes Thema. Es werden nicht alle Schulen das so beschließen, wie es bei mir zu Hause passiert ist. Deswegen ist eine generelle Regelung schon sinnvoll, weil die Schüler das wahrscheinlich sehr weitgehend akzeptieren, aber es auch Widerstände oder Unverständnis, Erklärungsbedarf aus den Elternhäusern, aus dem Umfeld gibt. Deswegen ist eine einheitliche Regelung sehr sinnvoll. Die Schüler werden das in der großen Mehrheit gut verstehen. Danke sehr. (Beifall der Abg. Michael Frisch und Dr. Herbert Drumm, fraktionslos)

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