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Joachim Paul

AfD 03.07.2025 Sitzungen 18/91

Herr Kollege, vielen Dank für Ihre Äußerungen. Ich muss ganz ehrlich sagen – Sie haben das jetzt so ein bisschen durchdekliniert mit einem Faktencheck –, uns ist eine Sache ganz wichtig – weil Sie Tilo Jung angesprochen haben –, das ist nämlich das große Problem des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Es gibt keine konservativen patriotischen Redakteure und Journalisten, schon gar nicht Talkshow-Hosts. Sie sind alle dem linken Spektrum zuzuordnen. (Unruhe bei der SPD) Was man Tilo Jung, den Sie erwähnt haben, immerhin zugestehen muss: Er hat ein relativ gutes Interview mit Maximilian Krah geführt, das hat mir sehr gut gefallen. Ich möchte aber auf eine Sache kommen: Warum ist das so? Ganz einfach. Das ist so, weil die den Finanzetat bereitstellenden Parteien immer wieder eine informelle Abhängigkeit und einen Nutzen legitimieren und festigen, um ihre Narrative durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verbreiten zu lassen. Deswegen ist das eine sehr wichtige Diskussion, die Sie ansprechen. Herr Kollege, selbst wir haben Tilo Jung genannt, immerhin etwas mutiger, aber auch niemand, der meines Erachtens der Linkspartei nahesteht. Ich sage einmal, wenn ein Projekt oder ein Experiment gemacht wird, bei dem man jemanden nimmt, der das alternative Medienspektrum ein bisschen abbildet – Julia Ruhs, NDR –, dann wird diese Frau geradezu niedergebrüllt, und es wird versucht, dieses Format zu behindern und zu verhindern, weil man das nicht zulassen will. Das muss man einfach sagen. Bei einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, in dem im Prinzip nur noch Linke arbeiten und nur noch Linke Journalismus machen, wundert man sich nicht, dass der Vertrauensverlust so groß ist.

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