Daniel Köbler
Experten haben junge Leute gefragt, ob es sie ablenkt, wenn ihr Handy klingelt. (Abg. Thomas Barth, CDU: Logisch!) Gut, das lenkt auch mich ab. Ich brauche keine Expertenanhörung, um zu wissen, wenn ein Handy klingelt, dass es ablenkt. Die Frage ist aber doch, welches Signal wir aussenden. Das ist doch die Frage. Es geht doch nicht darum zu sagen, die private Nutzung des Handys und zu jedem Zweck im Unterricht ist etwas Gutes. Das habe ich überhaupt nicht gesagt, sondern ich habe gesagt, dass sich die Regeln, wie man damit umgeht, in der Schulgemeinschaft angeeignet werden müssen und gemeinsam gelernt werden muss und dass es eben nicht pauschal landesweiter Handyverbote bedarf. Das ist alles, was ich gesagt habe. Frau Groß, es ist doch toll, wenn Sie das mit QR-Code und Abstimmung gemacht haben. Dann lassen Sie es uns doch so in den Schulgemeinschaften auch möglich machen, dass sie es genauso abstimmen, wie sie es denn gern machen würden, in welcher Klassenstufe, in welchen Fächern, und dann immer wieder überprüfen, ob die Regeln, die wir haben, für uns praktikabel sind und ob wir noch die entsprechende Akzeptanz haben. Das ist der richtige Weg, demokratisch zu erlernen, wie man damit umgehen kann. Dafür werbe ich, dafür plädiere ich, und ich weiß, dass es in vielen Schulen sehr gut läuft. Das ist der Punkt. Das bringt am Ende viel mehr für die Medienkompetenzerziehung, wenn Sie die Kinder und Jugendlichen dabei mitgestalten lassen, wie genau die Handyregeln entsprechend aussehen, und das ist mein Plädoyer. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
