Daniel Köbler
Sehr geehrter Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Smartphones sind Alltag für uns alle. 95 % der 14‑Jährigen haben heute ein Smartphone. Das ist mehr als nur ein Medium. Das ist das Leben, der Alltag. Kann man das Leben aus den Schulen verbannen? – Nein. Sollte man das Leben aus den Schulen verbannen? – Erst recht nicht. Natürlich gibt es Probleme beim Thema „Medienkonsum“, beim Thema „Handynutzung“, beim Thema „Social Media“. Das ist überhaupt gar keine Frage, aber die Antwort darauf kann doch nur die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen sein, und zwar möglichst früh und von Kindesbeinen an, und nicht die pauschale Forderung, wie sie hier erhoben wird: Handyverbot, und dann wird alles besser. Das Gegenteil ist der Fall. (Beifall bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wissen Sie eigentlich, wie das bei den Kindern und Jugendlichen ankommt? – Das ist deren Leben, deren Alltag. Handyverbot, Verbot meines Lebensstils, meines Alltags. Einfach ein plumpes Verbot? – Wundern Sie sich nicht, dass sich die jungen Leute nicht mehr abgeholt fühlen. Das ist der völlig falsche Weg. Es ist der völlig falsche Weg. Im Übrigen erinnert es mich an Debatten im frühen 16. Jahrhundert über die Einführung von Büchern an Schulen. Die wurden auf einem ähnlichen Niveau geführt. (Zuruf des Abg. Carl-Bernhard von Heusinger, BÜNDNIS 9 0/DIE GRÜNEN –
