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Joachim Paul

AfD 03.04.2025 Sitzungen 18/85

Herr Kollege, ich kann mir vorstellen, dass in Juso-Zirkeln die Appelle an Leistungsbereitschaft und Leistungen als Druck empfunden werden. Das kann ich mir durchaus vorstellen. (Zurufe von der SPD: Ui, ui, ui!) Unser Land, das keine Rohstoffe hat, steht nur deshalb noch so gut da, weil es eine Leistungskultur gibt. Jetzt will ich Ihnen einmal sagen, Sie sagen, Appelle an die Leistungsbereitschaft, ehrliche Leistungsmessung, ehrliche Rückmeldungen, das sei unmenschlich. Nein, das ist menschlich. Der Lehrer hat die Aufgabe, Botschaften an den Schüler zu richten, die dazu auffordern, mehr Leistung zu bringen. Das ist die Aufgabe, das ist menschlich, indem der Lehrer sagt: Ich lehne Dich nicht als Mensch ab, aber die Leistungen stimmen nicht, die sind mangelhaft. Damit kann es so nicht weitergehen, und ich helfe Dir, wie es weitergeht. Das ist ehrlich. Das ist human. Sie wollen das alles verschleiern. Sie wollen das alles in Wohlgefallen auflösen. Das ist genau falsch. Das ist genau falsch in der Pädagogik. Menschlichkeit, Ehrlichkeit und der Sinn für Leistungen passen hervorragend zusammen. Das ist das Modell, das unser Land groß gemacht hat. Wenn Sie sagen, dass wir wie immer segregieren wollen usw. – es kann doch nicht sein, dass wir irgendwann 60 oder 70 % der Schüler auf einem Gymnasium haben. Das macht doch keinen Sinn. (Zuruf der Abg. Dr. Anna Köbberling, SPD) Ich weiß, das ist Ihr Ziel. – Ja, Frau Köbberling, warum? (Abg. Dr. Anna Köbberling, SPD: Warum nicht?) Sie sind doch eigentlich die Arbeiterpartei. Wenn Sie aber den Schülern und Eltern sagen, dass es nur eine Zukunft für das Kind am Gymnasium gibt, schätzen Sie das doch gering. (Zurufe von der SPD: Wer sagt denn das? Das sagen Sie doch immer! –

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