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Michael Simon

SPD 30.01.2025 Sitzungen 18/81

Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Kollegin Jeckel, zunächst einmal Respekt für Ihren leidenschaftlichen Beitrag. Ich habe zu 90 % nichts auszusetzen. Ich finde allerdings, Sie konstruieren einen Gegensatz, den es nicht gibt. (Vereinzelt Beifall bei der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des Abg. Philipp Fernis, FDP) Vor allen Dingen denke ich, wenn wir über den Kinderschutz diskutieren, diskutieren wir das aus meiner Sicht stärker auf der Sachebene. Die Realität in der Praxis von Jugendämtern ist Vernetzung. Das ist kein isoliertes Arbeiten. Das ist zwar manchmal oft nur reaktiv, weil die Strukturen so sind, wie sie sind, und wir ein Fachkräfteproblem haben – darum brauchen wir gar nicht herumzureden –, das wird aber trotzdem gemeinschaftlich gemacht, unter vielen Disziplinen zusammen, bis zum Jugendsachbearbeiter der Polizei, zum Therapeuten oder zu den Familiengerichten. Es ist ein sehr, sehr weites Feld. Das ist genau der Punkt, weil Sie wieder das Childhood-Haus ansprechen. Ich habe nichts gegen interdisziplinäre Ansätze, das ist eine Binsenweisheit. Das wird aber auch gelebt, unabhängig von einem Childhood-Haus. Wenn ein Childhood-Haus eine konzeptionelle Orientierung gibt und wir das in die Breite tragen, dann haben wir, glaube ich, mehr gewonnen als über ein Leuchtturmprojekt, das man vielleicht als Modellprojekt umsetzt. Ich möchte eine qualitativ gute Kinderschutzpolitik in der Breite, und zwar so perfekt wie möglich. Daran arbeitet die Landesregierung. Wir brauchen an der Stelle überhaupt keinen Gegensatz aufzubauen. Mit Verlaub, der ist völlig überflüssig. Vielen Dank. (Beifall bei der SPD, bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sowie des Abg. Philipp Fernis, FDP)

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