Joachim Paul
Ich bin insofern dankbar, dass der Kollege Schwab beim Thema „Fachkräftesicherung“ noch einmal darauf hingewiesen hat, wie viele gut Qualifiziert e Deutschland verlassen. Sie verlassen Deutschland, weil sie hier bis Ende Juli für den Staat arbeiten (Abg. Jaqueline Rauschkolb, SPD: Wegen Euch! Weil sie sich nicht mehr sicher fühlen!) und weil sie in einem leistungsfeindlichen Umfeld arbeiten müssen und der Staat ihnen fast alles wegnimmt. (Abg. Jaqueline Rauschkolb, SPD: Nee, in einem ausländerfeindlichen Umfeld!) Wir ziehen genau die Menschen an, die nicht gut ausgebildet sind, sondern die wollen, dass sie hier in den Sozialstaat einwandern. (Abg. Jaqueline Rauschkolb, SPD: Was ein Quatsch!) Wer gut ausgebildet ist – denken Sie an Ärzte –, der geht nicht nach Deutschland, der geht in die USA, wo er seine Ausbildung hervorragend vermarkten kann. Wir machen es genau umgekehrt. Es ist noch einmal angesprochen worden – auch das hat Herr Schwab noch einmal angesprochen –: multiprofessionelle Teams. Was Sie machen wollen, was die Landesregierung machen will, ist, Sie wollen eine Schule für alle. Alle sollen dann in diese Schule hineingesteckt werden, und dann fangen Sie an, in der Schule zu differenzieren. Was wir wollen, ist für jeden die richtige Schule – ein gegliedertes Schulsystem, das auf das Leistungsvermögen und die Wünsche zielscharf kalibriert ist. Dann brauchen Sie auch keine Binnendifferenzierung. Dann brauchen Sie keine multiprofessionellen Teams. Dann haben Sie im Prinzip die beste Lösung für die Wiederherstellung oder die Lösung der Fachkräftefrage. Das wollen Sie alles nicht. Es sind Ihre Bildungsexperimente, die den Wirtschaftsstandort enorm schädigen. Wir haben eben schon die Zahl der jungen Menschen erwähnt – oder es ist genannt worden, auch von der CDU –, die ohne Schulabschluss unser System verlassen. (Zuruf des Abg. Dr. Oliver Kusch, SPD) Mehr muss man doch gar nicht wissen. (Beifall der AfD sowie der Abg. Michael Frisch und Martin Louis Schmidt, fraktionslos)
