Michael Simon
Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich sage zwei, drei Sätze. Ich habe 16 Jahre im Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamts gearbeitet, und ich weiß, was die Kolleginnen und Kollegen sowohl dort als auch bei den freien Trägern in den therapeutischen Einrichtungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie leisten. Ich glaube, in Rheinland-Pfalz haben wir – das sollten wir wirklich jenseits haarspalterischer Debatten auf den Punkt bringen – mit dem Kinderschutzgesetz aus dem Jahr 2008 schon einen ersten wichtigen Maßstab gesetzt. Bei den Jugendämtern geht es um Fragen der Ausstattung. Kann das alles personell geleistet werden? Welche Anforderungen gibt es an den Kinderschutz? Ist das immer machbar? Ich glaube, wir müssen – Kollege Wäschenbach, zum Childhood-Haus – bzw. brauchen eine gute Qualität des Kinderschutzes in der Breite. Ich spreche mich nicht gegen ein Childhood-Haus aus. Es ist im Prinzip eine Binsenweisheit, dass man interdisziplinär zusammenarbeitet. Ich glaube, wenn wir das in der Breite hinbekommen, haben wir für die Kinder und Jugendlichen noch ein Stück weit mehr erreicht. Das ist für mich keine Glaubensfrage, bin ich für oder gegen ein Childhood-Haus. Ich will überall eine gute Qualität für den Kinderschutz und kein Symbolprojekt, die man politisch inszenieren kann. Deswegen wäre das für mich ein Punkt, den ich an der Stelle nennen will. (Beifall bei der SPD, bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der FDP) Ansonsten stelle ich eine große Einigkeit im gemeinsamen Ziel des Kinderschutzes fest. Vielen Dank. (Beifall bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, bei der SPD und bei der FDP)
