Daniel Köbler
Sehr geehrter Herr Präsident, danke für das erteilte Wort. – Herr Dr. Martin, ich glaube, wir haben eben gehört, was das Problem ist. Die 1990er-Jahre sind einfach vorbei. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt bei der SPD) Wir wissen seit Jahren und Jahrzehnten, dass Unternehmen dann erfolgreicher sind, wenn sie nicht mehr, ich sage einmal, heteronormativ männlich geführt werden, sondern wenn sie auf Vielfalt und Pluralität setzen. Vor allem zeigen alle Studien, dort, wo Frauen mit in der Unternehmensführung sind, sind kurz-, mittel- und langfristig die Unternehmen erfolgreicher. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt bei der SPD) Es war die männlich dominierte Geschäftsführung, die diese Betriebsvereinbarung gekündigt hat. (Zuruf des Abg. Dirk Herber, CDU) Sie können das doch nicht ernsthaft sagen; denn das Ansinnen, endlich mehr Frauen in Führungspositionen – seien es Geschäftsleitungen, Vorstände oder Aufsichtsräte – zu bringen, ist dringend notwendig, um den Wirtschaftsstandort zu stärken. Überall dort, wo fähige Frauen in Führungspositionen sind, sind es weniger unfähige Männer. Herzlichen Dank. (Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD – Zurufe der Abg. Thomas Barth und Dr. Christoph Gensch, CDU)
