Helge Schwab
Sehr geehrter Herr Präsident, werte Kolleginnen und Kollegen! Am 27. September 2023 sagte ich bereits, wir brauchen einen kontinuierlichen Aufarbeitungsprozess und eine Verstetigung des Evaluierungsprozesses mit flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten durch die Anhörung der unterschiedlichsten Fachleute. Dies meine und meinte ich auch so. Dabei sollen wir nicht den Fehler machen, engagierte Kritiker der Maßnahmen pauschal von der Debatte auszuschließen. Wir müssen vielmehr genau zuhören. Gerade jetzt ist es besonders wichtig, die gesellschaftlichen und individuellen sozialen Folgen miteinander aufzuarbeiten und Befürworter und Kritiker der Maßnahmen an einen Tisch zu bringen. Eine vernünftige, multiperspektivische Aufarbeitung der Corona-Krise ist ein sehr wichtiger Beitrag für die Zukunftssicherung unseres Landes. Es geht mir persönlich um die Nachhaltigkeit für künftige Generationen von Entscheidungsträgern unter der Überschrift „lessons learned“, um das systematische Sammeln, Bewerten und Verdichten von Erfahrungen, Entwicklungen, Hinweisen, Fehlern und Risiken, damit wir künftig weniger Fehler machen. Ich sage es abschließend noch einmal. Diesen Anspruch haben unsere Bürgerinnen und Bürger zu Recht. Auch angesichts der Spätfolgen dieser Krise bin ich der Überzeugung, dass umfassende Aufklärung eigentlich im Interesse aller sein müsste. Wir Freien Wähler sind dazu bereit, objektiv, wissbegierig und unvoreingenommen. An dieser Stelle danke ich Herrn Dr. Gensch und Herrn Dr. Kusch für die Möglichkeit, einen gemeinsamen Antrag zur sachlichen Aufarbeitung zu stellen, damit wir für die Zukunft besser vorbereitet sind. Lessons learned. Vielen Dank. (Beifall der FREIEN WÄHLER)
