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Joachim Paul

AfD 22.02.2024 Sitzungen 18/61

Es geht um die Ressourcen!) Die AfD dreht die Dinge, wie sie sie braucht. Wenn Sie sich hier hinstellen und als Vertreter und Verteidiger der autochthonen Minderheiten gerieren, dann kann ich nur sagen, die Sorben, übrigens auch eine autochthone Minderheit in Deutschland, haben Angst vor der AfD (Zuruf des Abg. Joachim Paul, AfD) und sind besorgt, dass die AfD erfolgreich ist. Lesen Sie das einmal in Brandenburg nach, dann werden Sie das sehen. Rheinland-Pfalz ist ein weltoffenes Land. Wir wollen Vielfalt; Vielfalt empfinden wir hier als Gewinn. Deshalb ist Mehrsprachigkeit gut und richtig. Wir wollen, dass unsere Kinder, unsere Schülerinnen und Schüler, die mit einer anderen Muttersprache hier aufwachsen, mehrsprachig leben können. Wir wollen, dass sich Menschen integrieren. Das ist das, was wir wollen, nicht das, was Sie wollen. Wir wollen deshalb, dass sie Deutsch lernen. Wenn Sie sagen, in der Gräfenau werden 100.000 Euro für Herkunftssprachenunterricht ausgegeben, kann ich Ihnen nur sagen, wir geben ein Vielfaches davon aus, dass die Kinder in der Gräfenau Deutsch lernen; denn wir haben insgesamt sechs Lehrerstellen zusätzlich allein für Deutschunterricht. (Zuruf des Abg. Joachim Paul, AfD) Das ist gut und richtig so; denn die Kinder sind hierhergekommen, sind aus einem anderen Land gekommen und haben eine andere Muttersprache, und es ist gut, wenn sie hier Deutsch lernen, damit sie sich integrieren können. Sie können sich dann integrieren, wenn sie auch ihre Muttersprache gut beherrschen. Das ist mehrfach gesagt worden, auch vom Abgeordneten Teuber. Es gibt klare wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, dass, wer seine Muttersprache beherrscht, auch leichter eine andere Sprache lernen kann. Darum geht es. Es geht aber auch darum, dass die Kinder, die hier sind, ihre Herkunft, ihre Wurzeln auch weiterhin miterleben dürfen. (Zuruf des Abg. Joachim Paul, AfD) Wenn Sie sagen, das sollen die nachmittags machen und im Privaten, kann ich Ihnen eines sagen: Ich bin froh, dass wir Herkunftssprachenunterricht mit rheinland-pfälzischen Lehrerinnen und Lehrern anbieten und der Herkunftssprachenunterricht nicht irgendwo im Konsulat oder sonstwo stattfindet, (Beifall bei der SPD, bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt bei der CDU) wo wir überhaupt nicht überprüfen können, welche Werte und welche Werteordnung dort vertreten werden. Es ist eine große Errungenschaft, dass wir das in der Schule machen mit unseren Lehrerinnen und Lehrern zur Verteidigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, an der Ihnen offenbar nicht sehr viel gelegen ist. (Beifall der SPD, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der FDP und bei der CDU sowie des Abg. Helge Schwab, FREIE WÄHLER – Zuruf von der SPD: Dazu brauchen wir keine Verfassung!) Das ist der Grund, warum wir Herkunftssprachenunterricht anbieten, und zwar für alle Kinder, die in einer größeren Anzahl hier in Rheinland-Pfalz leben. Das sind türkische Kinder oder türkischstämmige Kinder. Das sind Kinder, die Arabisch lernen. Das sind Kinder, die Italienisch lernen. Das sind Kinder, die Spanisch lernen. Es ist gerade für unsere ukrainischen Schülerinnen und Schüler ganz, ganz wichtig, dass sie auch weiterhin ihre Muttersprache in einem schulischen Umfeld lernen können und nicht parallel, sondern zusätzlich. Das werden wir weitermachen. Ich kann Ihnen eines sagen, ich bin Gott froh, dass wir hier in einem Landtag sind, bei dem sich alle demokratischen Parteien heute für den Herkunftssprachenunterricht ausgesprochen haben. Ich finde, das ist ein gutes Zeichen für die Gesellschaft und für all diejenigen, die nicht in Deutschland geboren sind oder in Deutschland geboren sind, aber ausländische Wurzeln haben, und uns hier in Rheinland-Pfalz unglaublich bereichern. Vielen Dank. (Beifall der SPD, bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der FDP sowie des Abg. Helge Schwab, FREIE WÄHLER)

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