Helge Schwab
Sehr geehrter Herr Präsident, werte Kolleginnen und Kollegen! Wenn es um Verbesserungen in Bezug auf die Bildungsgerechtigkeit geht, noch ein konstruktiver Vorschlag. Wie dem Volksfreund zu entnehmen war, stehen Rheinland-Pfalz im Rahmen des Startchancen-Programms pro Jahr rund 50 Millionen Euro vom Bund zu, das Land beteiligt sich in gleicher Höhe, also insgesamt 100 Millionen Euro jährlich, wobei das bereits für landeseigene „S4“ Programme, wie vorhin beschrieben, und „Schule macht stark“, aufgewandt wird und angerechnet werden kann. Kollegin Groß sagte dies bereits in Runde eins. Doch Investitionen in unsere Bildungspolitik sollten wir nicht anrechnen, sondern damit entstehende finanzielle Spielräume nutzen, zum Beispiel für mehr Lehrkräfte in unseren Schulen und Klassen in eben diesen herausfordernden Lagen. Die Schülerschaft ist in den letzten Jahren heterogener geworden, besonders in den herausfordernden Lagen. Um diesem Umstand gerecht zu werden und das Potenzial aller Kinder optimal ausschöpfen zu können, brauchen wir viel mehr Lehrkräfte. Der Spagat zwischen Fördern und Fordern in großen und heterogenen Lerngruppen ist sonst nicht mehr zu bewältigen. Alles steht und fällt mit ausreichend Lehrkräften. Vielen Dank. (Beifall der FREIEN WÄHLER)
