Gerd Schreiner
Vielen Dank, Herr Präsident. – Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Frau Kollegin Heidbreder, wir sind uns aber doch einig, dass die Situation heute schon so ist, dass es nicht nur Nutzungskonflikte gibt, sondern dass sehr rigide Nutzungsverbote nicht nur drohen, sondern auch ausgesprochen werden. Jetzt gibt es Möglichkeit 1: zu sagen, das ist der Klimawandel, da müssen wir halt noch mehr sparen, oder es gibt Möglichkeit 2: zu sagen, wir speichern das. Selbst wenn die Landwirtschaft die Hälfte des Wassers einsparen könnte, das sie im Moment verbraucht – wir haben vorhin gelernt, dass sie das gar nicht kann, weil nämlich für die Kulturen unterschiedliche Bewässerungsverfahren erforderlich sind –, dann hätten wir immer noch 2.000 Millionen Kubikmeter Wasser, die wir ausgeben. Selbst wenn wir der BASF verbieten würden zu produzieren, würden wir zwar richtig sparen, dann wären aber am Oberrheingraben alle Menschen arbeitslos. (Zuruf des Abg. Dr. Bernhard Braun, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Der Punkt ist der, Frau Heidbreder, wir brauchen Wasser, und draußen ist es gerade. Wir müssen effizient sein. Ich will nicht, dass Politik in Kommunen und bei Wasserversorgern Nutzungsverbote für Wasser aussprechen muss. (Abg. Daniel Schäffner, SPD: Das will doch niemand!) Damit das nicht passiert, müssen wir jetzt im Vorfeld bauen. Wir müssen Speicher bauen und gerne auch Grundwasserspeicher nutzen. Da bin ich sofort bei Ihnen. Wenn ich im Sommer aber viel Wasser aus dem Grundwasser herauspumpen will, dann muss ich im Winter mehr hineintun, als im Moment hineinkommt, weil wir wissen, dass die Grundwasserspiegel sinken. (Zuruf des Abg. Nico Steinbach, SPD) Das ist technisch möglich. Man muss es bloß machen und nicht nur bei einzelnen Vorzeigeprojekten – hier einmal ein schönes Projekt, zu dem man hingeführt wird, und da einmal eine Rigole im Wald, die wir uns anschauen –, sondern flächendeckend in allen Gewässern. Wir brauchen die Priorität auf dem Thema „Wasserspeicherung“. Das ist der Hintergedanke unseres Antrags. Vielen Dank. (Beifall bei der CDU)
