Sven Teuber
Genau so ist es!) Frühere Bestandserhebungen in Kitas, zusätzlicher Deutschunterricht und die Einführung von Diagnoseprogrammen für Mathematik und Lesen in Grundschulen sind aus Sicht der Freien Demokraten positive Schritte. Zusätzlich setzen wir die Anmeldung zur Grundschule früher an. Das bedeutet, dass wir die Schulfähigkeit und den Sprachstand früher erfassen und den örtlichen Trägern der Jugendhilfe mehr Zeit zur Reaktion geben. (Abg. Sven Teuber, SPD: Genau!) Insbesondere Schülerinnen und Schüler, die von ihrem Elternhaus wenig bis gar keine Unterstützung bekommen, brauchen mehr individuelle Förderung beim Erlernen der Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen. Diesen Nachholbedarf offenbart die Studie. Genau hier setzt das StartchancenProgramm an. (Abg. Sven Teuber, SPD: Ja!) Wir Freien Demokraten haben große Hoffnung, dass damit schnell und zielgerichtet geholfen wird. Mit den Familiengrundschulzentren warten wir jedoch nicht auf die Umsetzung des Programms. Wir schaffen jetzt schon Knotenpunkte, an denen Familien und Eltern aktiv einbezogen werden, um einerseits Chancengerechtigkeit herzustellen und andererseits die Lehrkräfte in ihrer Arbeit zu unterstützen. (Beifall des Abg. Philipp Fernis, FDP, vereinzelt bei der SPD sowie des Abg. Josef Winkler, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Meine sehr geehrten Damen und Herren, Lehrkräfte sind das Herzstück unserer Bildungseinrichtungen. Ihr Einfluss auf den Bildungserfolg unserer Kinder und Jugendlichen kann nicht genug betont werden. Deswegen haben wir als Ampelkoalition konsequent den Ausbau der Planstellen im Haushalt priorisiert, um die Unterrichtsversorgung flächendeckend zu stärken. Diese Planstellen konnten bisher alle besetzt werden. Allerdings zeigen Prognosen, dass sich der Lehrkräftemangel in den nächsten Jahren deutschlandweit und in Rheinland-Pfalz verschärfen wird. Meine sehr geehrten Damen und Herren, nur durch eine konzentrierte Anstrengung auf allen Ebenen können wir sicherstellen, dass unsere Jugendlichen die bestmögliche Bildung erhalten und ihre Potenziale entfalten können. Wir sind fest entschlossen, unseren Beitrag zu leisten, damit Rheinland-Pfalz die Herausforderungen meistert. Meine sehr geehrten Damen und Herren, sehr geehrter Herr Bollinger, in Ihrer Rede vorhin hat es im Prinzip, wie in allen Reden, die Sie halten, immer nur einen Grund, weshalb das eine oder andere nicht funktioniert. (Zuruf des Abg. Dr. Jan Bollinger, AfD) Ich muss Ihnen sagen, ich nutze die Zeit am Redepult, um zu erwidern, dass ich es beschämend finde, wie Sie wiederholt über die Integration und Migration von Flüchtlingen bzw. von Menschen, die Hilfe suchen und für ihre Not und ihr Leid nichts können, in diesem Plenarsaal herziehen. (Beifall der FDP, der SPD, der CDU, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei den FREIEN WÄHLERN – Zuruf des Abg. Dr. Jan Bollinger, AfD) Ich finde es außerordentlich beschämend, politische Akteure, die im Bund und in den Ländern Verantwortung übernehmen, hier heranzuziehen, um diese Missstände weltweit mit in Angriff zu nehmen, aber Ihre alleinige Parteiphilosophie, dass nur die Flüchtlings- und Migrationsthematik an allem schuld ist – was viele Redner hier auch schon immer bedauern und thematisieren –, halten wir als FDP für den falschen Weg. Ich finde es auch außerordentlich bedauerlich – um nicht weitere Begriffe, die ich im letzten Plenum genutzt habe, zu sagen –, dass Sie die Chance heute nicht genutzt haben, sich von der AfD bzw. von Dingen in der AfD abzugrenzen und von dem, was in Rheinland-Pfalz und bundesweit passiert. Sie grenzen sich nicht ab, sondern Sie machen sich mit der AfD und ihrer rechtspolitischen Ausrichtung gemein. Vielen Dank. (Beifall der FDP, der SPD, der CDU, des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei den FREIEN WÄHLERN –
